Zyklische Aktien sorgen im ersten Halbjahr für größten Kursgewinn
Europafonds setzen auf Konsum

Die Aktienfonds auf europäische Standardwerte erwirtschaften seit Jahresanfang wieder Erträge. Einen Großteil der Verluste aus den vergangenen zwölf Monaten konnten sie wettmachen. Im Durchschnitt weisen die 410 Fonds der Kategorie laut Feri Euro-Rating Services jedoch noch knapp 27 Prozent Verlust aus.

FRANKFURT. Besonders die europäischen Bankaktien gewannen zuletzt kräftig an Wert hinzu. Auch Einzelhändler waren bei Anlegern gefragt. "Europäische Aktien zogen für den dritten Monat in Folge an", sagt Philip Parker, der Fondsmanager des Aviva-Investors Pan European Equity.

Sein Produkt schaffte es mit einem Zwölf-Monats-Verlust von rund sieben Prozent auf Platz zwei der Fonds-Hitliste. "Der Schwerpunkt in defensiveren Marktbereichen erwies sich als kostspielig", sagt Parker. Dabei hatte er erst im Februar zyklische Aktien hinzugekauft. "Dies war jedoch nicht ausreichend, um alle Performanceverluste wettzumachen", sagt Parker. Immer noch gewichtet er die zyklischen Konsumgüteraktien unter und die Nichtzykliker über. Denn insgesamt glaubt er nicht an einen weiter steigenden europäischen Aktienmarkt.

Franz Weis, Manager des Spängler European Growth Trust, setzte dagegen früh auf europäische Zykliker. In seinem Fonds sind die Aktien aus der Konsumgüter-Industrie mit einem Anteil von 57 Prozent stark übergewichtet. Und diese sorgten in den vergangenen drei Monaten für eine deutlich bessere Wertentwicklung des Fonds im Vergleich zum MSCI-Europe-Index.

Größte Position im Fonds ist mit knapp neun Prozent Danone. Der Lebensmittelkonzern sammelte Ende Juni über eine Kapitalerhöhung drei Mrd. Euro ein. Bei anderen Zyklikern nahm der Fondsmanager Gewinne mit: "Die Aktien von Linde und Dassault Systems wurden aufgrund des hohen zyklischen Charakters dieser Unternehmen verkauft", sagt Weis.

Seiner Meinung nach lassen die noch hohen Kapitalkosten für Unternehmen in Europa nur eine langsame Erholung zu. "Europa hinkt der Weltwirtschaft etwas hinterher und dürfte bis Ende 2010 lediglich ein Nullwachstum verzeichnen", glaubt er.

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