Wie überall in den Emerging-Markets konzentrieren sich die Manager derzeit auf Branchen, die stärker von der Binnenwirtschaft und weniger von der Weltwirtschaft abhängen. Bevorzugt werden Telekom- und Konsumaktien. Das lässt sich in Brasilien deutlich sehen: Nachdem brasilianische Telekomaktien drei Jahre vor sich hin dümpelten, sind unter den zehn Aktien die im Januar am besten abgeschnitten haben, sieben Telcos. Die Aktien der Konzerne profitieren einerseits von den anhaltend guten Wachstumsaussichten in Brasilien: Nach 5,4 Prozent könnte Brasilien dieses Jahr 4,8 Prozent wachsen, erwartet Goldman Sachs. Gleichzeitig will die Regierung Fusionen in der Branche erleichtern. Davon erhoffen sich Analysten eine Bereinigung der komplizierten Eigentumsverhältnisse in den vor zehn Jahren privatisierten Unternehmen. „Wegen der endlosen Streitereien in den Konzernen wurde übersehen, dass sie Jahr für Jahr rentabler geworden sind“, sagt Rogério Tostes von Santander.
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