Gleich fünf Kaufempfehlungen gab es am vergangenen Montag für Kontron
. Als Technologieführer dürfte das Unternehmen von dem Auslagerungstrend bei Embedded Computer Techology-Lösungen (selbständig handelnde, intelligente Elektronikgehirne zur Steuerung von Anlagen und Applikationen) profitieren, schrieb beispielsweise Sal.-Oppenheim-Analyst Jürgen Wagner in einer Studie. Der eingeschlagene Wachstumspfad dürfte fortgesetzt werden. Angesichts der Wachstumserwartungen für die kommenden Jahre sei die Bewertung des Titels recht niedrig. Behalten die Experten Recht, hat die Aktie ein deutliches Nachholpotenzial. Bei einem aktuellen Kurs von 10,36 und einem gewichteten Kursziel von 16,12 Euro hat der Titel noch mehr als 55 Prozent "Luft nach oben".
Auch der Übernahmekampf um Freenet
hat die Analysten beschäftigt. Experten erwarten höhere Kurse sowohl bei der Aktie des Telekommunikationsanbieter Freenet
, der jetzt Debitel übernehmen hat, als auch für United Internet
, die Freenet
übernehmen wollte. So hat die Commerzbank aktuell ihre Kaufempfehlung für Freenet
bekräftigt. Das gewichtete Kursziel aller Studie liegt mit rund 16 Euro deutlich über dem aktuellen Kurs von 10 Euro.
Und auch United Internet
billigen die Analysten ein Kurspotenzial von 25 Prozent zu. Die Übernahmenachricht dürfte zu einer kleineren Kursschwäche führen, da der Markt eher Konsolidierungsnachrichten für den deutschen DSL-Markt bevorzuge, schrieb Sal.-Oppenheim-Analyst Marcus Sander in einer Studie vom Montag. Kursrückgänge sollte jedoch zu einem Einstieg genutzt werden, da die Chance einer Übernahme des DSL-Geschäftes von Freenet
durch United Internet
noch immer hoch sei.
Eine große Diskrepanz herrscht zwischem der Kursverlauf der Software-AG-Aktie und den Meinungen der Experten. Fünf Kaufempfehlungen gab es vergangener Woche. Und das gewichtetete Kursziel wurde auf 69,02 Euro geschraubt. Doch der Kurs ist in freiem Fall: Die Aktie notiert mittlerweile bei 40 Euro - der tiefste Stand seit Ende 2006.
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