Neben dem schwachen Vorjahr sehen Experten auch die raschen Zinssenkungen der US -Notenbank und das wahrscheinliche Ende der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) als Gründe für die jüngst relativ gute Kursentwicklung der Immobilienaktien. "Die meist ausschüttungsstarken Immobilientitel und vor allem so genannte REITs gewinnen durch das niedrige Zinsniveau an Attraktivität", urteilt Joachim Fleckenstein, Vermögensmanager bei der DekaBank. Zudem seien Immobilientitel stark zinssensitiv.
Derzeit weist der europäische Immobilienaktienindex Dow Jones Stoxx 600 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von im Schnitt 8,5, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 und eine Dividendenrendite von 3,2 Prozent auf. Im Europa-Index der European Public Real Estate Association (EPRA) beträgt die durchschnittliche Dividendenrendite derzeit sogar 4,5 Prozent.
Nach Beobachtungen des Rankinginstituts Firstfive haben auch einige Vermögensverwalter in Deutschland trotz eines schwachen Gesamtmarkts damit begonnen, Positionen in den stark gefallenen Immobilienwerten aufzubauen. "Aktien wie Vivacon
und Patrizia standen jüngst in der Liste der Top-Käufe der von uns beobachteten Vermögensverwalter", sagt Firstfive -Experte
Uwe Raab.
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