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06.07.2008 
Japan und China

Immer ein Bündel Bargeld dabei

von Finn Mayer-Kuckuk und Andreas Hoffbauer

Auf der Weltkarte liegen sie friedlich nebeneinander, doch die zwei großen Länder Ostasiens repräsentieren zwei völlig unterschiedliche Welten - auch, wenn es ums Reisegeld geht. Wie China-Reisende an dringend benötigte Yuan-Scheine kommen und worauf sich Besucher einstellen müssen, wenn sie in Japan Geld ziehen wollen.

Ein Bankangestellter zählt bündelweise chinesische Renminbi-Noten in der Provinz Sechuan. Einheimische Banken sind kaum vernetzt. Bezahlt wird daher fast ausschließlich mit Scheinen. Foto: ReutersLupe

Ein Bankangestellter zählt bündelweise chinesische Renminbi-Noten in der Provinz Sechuan. Einheimische Banken sind kaum vernetzt. Bezahlt wird daher fast ausschließlich mit Scheinen. Foto: Reuters

TOKIO/PEKING. In Japan muss der Reisende sich keine Sorgen machen, denn alle Preise sind Festpreise und Betrug extrem selten. In China findet der Reisende das krasse Gegenteil. Es gilt als gute Sitte, von Ausländern erst einmal ein Vielfaches zu verlangen. Oft bringt nur zähes Feilschen den Preis wieder auf Normalniveau. Eines aber haben beide Länder gemeinsam: Reisende sollten neben Bank- und Kreditkarte stets reichlich Bargeld dabei haben.

Wer in China Geld ausgeben will, kommt an Mao nicht vorbei. Mehr als 30 Jahre nach dem Tod des Großen Vorsitzenden lächelt er noch immer milde von jeder Banknote. "China ist einfach Cash-Country", sagt ein deutscher Banker in Peking. Es wird bar bezahlt, auch wenn die Kreditkarte auf dem Vormarsch ist.

Wer nach China reist, sollte deshalb eine große Brieftasche mitnehmen, rät der Banker: "Mit einem kleinen Portemonnaie ist man hier schnell aufgeschmissen." Münzen gibt es zwar, sie werden aber wenig benutzt. Die höchste Banknote hat gerade mal einen Wert von 100 Yuan (9,30 Euro).

Ein Problem schon vor dem Abflug: die chinesische Währung (offizieller Name "Renminbi", im Alltag "Kuba" genannt) kann im Ausland nicht gewechselt werden. Aber das ist kein Grund zur Panik: Alle größeren chinesischen Flughäfen haben Geldautomaten oder Wechselstuben.

Inzwischen kann man in den Hotels und Shopping-Malls der Metropolen wie Peking, Nanjing oder Schanghai schon oft mit Kreditkarten bezahlen. Die in Deutschland beliebte EC-Karte findet hier jedoch kaum Akzeptanz. Und das Zahlen mit Karte ist teuer: Fast immer werden für den Einsatz von Kreditkarten satte Gebühren einbehalten.

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