Institutionelles Investment

Whitebox-Gründerin Salome Preiswerk
„Die Zeiten risikofreier Renditen sind vorbei“

Robo-Advisor wie Whitebox erwirtschaften ordentliche Renditen, weil sie auf wissenschaftliche Methoden setzen. Gründerin Salome Preiswerk erklärt, warum sich Investieren auch für Personen mit kleinem Geldbeutel lohnt.
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Sie denken, Geldanlage ist langweilig, kompliziert, teuer, riskant und frustrierend? So hat der Markt die Meinung der Deutschen über die letzten Jahrzehnte geprägt. Das Start-up Whitebox ist 2016 angetreten, dies zu ändern. Der Anspruch: Geldanlage kann Spaß machen. Die Juristin Salome Preiswerk ist Mitgründerin des Online-Vermögensverwalters und erklärt uns im Gespräch, was Whitebox von der Konkurrenz unterscheidet – und wie sie es schon im ersten Gründungsjahr geschafft hat, eine Rendite von nahezu 20 Prozent zu erwirtschaften.

Frau Preiswerk, worum geht es bei Whitebox und für wen ist es gedacht?
Es geht um hochwertige digitale Vermögensverwaltung. Jedoch nicht für jene kleine Elite, der eine derartige Dienstleistung bis dato vorbehalten war – sondern für alle, die mindestens 5000 Euro anlegen können.

Sie sagen in Interviews oft, Ihr Unternehmen sei ein „echter Vermögensverwalter“. Was heißt das?
Wir waren der erste bankunabhängige Anbieter mit Erlaubnis der Bafin. Wir dürfen somit aktiv in die Gestaltung der Portfolios unserer Kunden eingreifen – und tun dies auch. Die meisten Anbieter – ob mit oder ohne Lizenz – bieten starre Musterportfolios, die sozusagen auf Jahr und Tag gleichbleiben. Wir bieten aktives Portfoliomanagement, umgesetzt mit passiven Produkten wie ETFs.

Können Sie uns ein Beispiel nennen, wo Sie in die Portfolios eingreifen?
Bei Bedarf jederzeit. Doch: Wir sind aktiv und nicht aktionistisch! Ein hektisches Hin und Her findet bei uns nicht statt. Genauso wenig wie das Management kurzfristiger Risiken wie Volatilität, das leider allzu oft zu viel (Rendite) kostet und dabei noch nicht mal das Risiko-Rendite-Profil optimiert. Risikomanagement sollte – wie die Geldanlage selbst – immer einen längerfristigen Fokus haben. Wir verfolgen einen sogenannten Value-Ansatz, bei dem es darum geht, unterbewertete, doch fundamental starke Anlagen zu identifizieren. Zuletzt haben wir etwa vor einigen Wochen dedizierte Russland-Positionen in Kundenportfolios mit höherer Risikostufe sowie allgemein UK- und Telekom-Werte aufgenommen.

Seit Januar steht Whitebox auch Firmenkunden zur Verfügung – wie gelingt es Ihnen, in der anhaltenden Niedrigzinsphase auch für sie attraktive Erträge zu erzielen?
Wir verwalten Gelder für Firmenkunden nicht anders als für Privatkunden. Bei allen kommt dieselbe Methode zum Einsatz. Klar, die Zeiten risikofreier Renditen sind vorbei. Das heißt aber nicht, dass man mit einem global und über viele Anlageklassen diversifizierten Portfolio nicht auch heutzutage noch attraktive Renditen erzielen kann. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Mit unserer Methode sehen wir uns bestmöglich positioniert, für unsere Kunden auch in anspruchsvollen Zeiten attraktive Renditen zu erzielen. Und das – eigentlich das Wichtigste – bei einem optimalen Risiko-Rendite-Profil.

Die Kundengelder haben schon im ersten Jahr seit dem Launch im Januar 2016 zwischen 5,2 und 19,6 Prozent zugelegt. Wie haben Sie das gemacht?
Wir freuen uns, dass wir bereits das erste Jahr als Rendite-Primus abschließen konnten. Und auch kurz vor Ende des zweiten Jahres stehen wir gegenüber der gesamten digitalen Konkurrenz an der Spitze. Im europäischen Vergleich mit allen verfüg- und vergleichbaren traditionellen Angeboten sind wir ebenfalls ganz oben zu finden. Und doch: Man kann es nicht oft genug betonen, es geht um eine mittel- bis langfristige Sicht. Hier wollen wir für unsere Kunden einen echten Mehrwert schaffen. Wie wir das machen? Das hat nichts mit Zauberei, sondern mit konsequenter Anwendung einer nachweislich funktionierenden Methode zu tun.

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„Die Zeiten risikofreier Renditen sind vorbei“

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„Unsere Kunden bezahlen für unsere Dienstleistung“

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