Dies sei zulasten der globalen Aktienfonds gegangen, die Rückflüsse zu beklagen hatten. Als wenig interessant seien vor dem Hintergrund der steigenden Zinsen offensichtlich auch global anlegende Rentenfonds einzustufen. Hier sei es zuletzt - 23 Wochen in Folge - zu kräftigen Abflüssen gekommen. Dies erklärt sich dadurch, dass Anleihen bei steigenden Kapitalmarktzinsen Kursverluste erleiden, so dass diese Anlageklasse bei Anlegern derzeit als wenig attraktiv gilt.
Eine regionale Betrachtung der globalen Kapitalströme ergibt nach Berechnungen von Durham einen anhaltend starken Zufluss in Fonds, die sowohl auf den Mittleren Osten wie auch auf Afrika als Investmentregion fokussiert sind. "Diese Fonds haben im laufenden Jahr Woche für Woche Zuflüsse verzeichnet", sagt der EPFR-Direktor.
Eine nähere Betrachtung der auf bestimmte Branchen fokussierten Aktienfonds in den USA fördert Erstaunliches zutage. Denn nach Angaben von Durham waren Anleger in den vergangenen Wochen erstmals seit längerem wieder bereit, in Aktienfonds zu investieren, die sich auf die Finanz- und die Immobilienbranche fokussiert haben. "Hier sind die ersten Anleger vorsichtig auf Schnäppchenjagd gegangen", sagt der EPFR-Experte. Darüber hinaus hätten sich Aktienfonds größerer Zuflüsse erfreut, die auf Investmentmöglichkeiten im Gesundheitswesen ausgerichtet sind. Denn ungeachtet der derzeitigen Rezessions-Tendenzen boome diese Branche in zahlreichen Ländern weiterhin.

