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01.04.2008 

Die Stromverknappung trifft aber nicht nur die Kupferproduzenten. Übereinstimmung herrscht unter Marktexperten darüber, dass der Preis für Aluminium am stärksten von der Stromverknappung und -verteuerung profitieren wird. Bei keinem anderen Metall sei der Stromanteil an den Kosten (30 bis 40 Prozent) so hoch wie bei dem Leichtmetall.

Dazu kommt eine stürmische Nachfrage. Diese nimmt in Schwellenländern wie China um das 1,3- bis 1,5-fache des Wachstums der Industrieproduktion zu. Kein Wunder, dass China nach Kupfer und neuerdings auch Zinn – obwohl es hier der größte Produzent der Welt dieses Metalls ist –, jetzt auch Aluminium am Weltmarkt zukaufen muss. Weltweit prognostiziert Lewis für die nächsten sechs Jahre eine Zunahme des globalen Aluminiumverbrauchs um 6,9 Prozent im Jahr, hält aber nur eine Steigerung der Produktion um 5,9 Prozent für möglich.

Robin Bhar von der Schweizer UBS gibt sich denn auch bei seiner Einschätzung der gegenwärtigen Preistrends bei den Metallen – ungeachtet des Preiseinbruchs vor Ostern – eher gelassen. Der Kupferpreis sei schon jetzt auf dem besten Wege, auf einem Niveau von 8 300 bis 8 600 Dollar je Tonne zu konsolidieren. Aluminium werde schon bald wieder die 3 000 Dollar-Marke je Tonne überschreiten. und Nickel werde sich über 30 000 Dollar je Tonne etablieren. Und Zinn werde sich bei sinkenden Vorräten wohl auf dem Rekordniveau von über 20 000 Dollar je Tonne behaupten. Investments in Zink und Blei sieht Bhar allerdings angesichts steigender Vorräte mit einiger Zurückhaltung.

Der UBS-Experte begründet seinen Optimismus auch damit, dass die Verbraucher bei ihrer Versorgung „von der Hand in den Mund leben“ und mit neu aufkommenden Produktionsängsten zukaufen würden. Bei Kupfer sind Marktteilnehmern zufolge die Chinesen schon jetzt auf Einkaufstour. „Die niedrigen globalen Vorräte und unser voraussichtlich um zehn bis 15 Prozent steigender Bedarf“, erklärte jetzt der Chef der Jiangxi Copper Co, des zweitgrößten Hüttenbetriebs des Landes, „wird den Kupferpreis 2008 wahrscheinlich auf einen neuen Rekordstand katapultieren und für ein weiteres Jahr auf hohem Niveau halten.“

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