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14.08.2008 
Contracts for Difference

Neue Bank forciert Vertrieb von Hebelprodukten

von Ralf Drescher

Die neu gegründete Frankfurter Wertpapierhandelsbank Cefdex will den in Deutschland kaum bekannten Contracts for Difference (CFDs) zum Durchbruch verhelfen - indem sie die komplette Infrastruktur für den Handel bietet.

Die Cefdex-Gründer René Diehl und Harald Patt wollen den Handel mit außerbörslichen Derivaten voran treiben. Foto: PRLupe

Die Cefdex-Gründer René Diehl und Harald Patt wollen den Handel mit außerbörslichen Derivaten voran treiben. Foto: PR

FRANKFURT. Anders als die bisherigen Anbieter am deutschen Markt tritt Cefdex nicht selbst mit den Kunden in Kontakt, sondern versorgt Banken, Online-Broker und Finanzdienstleister mit der kompletten Infrastruktur für den Handel mit Contracts for Difference (CFDs).

CFDs sind außerbörslich gehandelte Derivate, die meist die Wertentwicklung von Aktien oder Indizes abbilden. Anleger können mit ihnen auf steigende und fallende Kurse setzen. Dabei gehen sie im Prinzip bei jedem Kauf einen Vertrag mit dem CFD-Broker über den Ausgleich der Differenz von Kauf- und Verkaufskurs ein. Liegt der Anleger richtig, bekommt er die Kursdifferenz gut geschrieben, andernfalls zahlt er das Minus von seinem Konto.

Beliebt sind die Differenzkontrakte vor allem bei spekulativ orientierten Anlegern. Da man bei CFDs nicht den kompletten Kapitaleinsatz zahlt, sondern nur eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt, werden Gewinne und Verluste stark gehebelt. Die Masse der Anleger erreichen die Hebelprodukte aber nicht. Laut einer Studie der Berliner Steinbeis Universität gab es Ende Mai in Deutschland rund 28 000 CFD-Kunden. Ein wichtiger Grund für die geringe Verbreitung von CFDs liegt darin, dass die Produkte anders als etwa Zertifikate meist nicht von großen Banken oder Online-Brokern angeboten, sondern von kleinen Spezialisten gehandelt werden. Als einzige Großbank bietet bisher ABN Amro selbst CFDs an, die Postbank kooperiert mit dem britischen Broker City Index.

Nach Meinung der Cefdex-Gründer René Diehl und Harald Patt hat die Zurückhaltung der Banken zwei Gründe: "Der Aufbau einer CFD-Plattform bedeutet hohen technischen und finanziellen Aufwand. Und bei Kooperationen mit bestehenden Brokern müssen die Institute ihre Kundendaten weitergeben", sagt Diehl.

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