Das mache die Geldanlage sehr schwierig. „Ich sehe überhaupt wenig preiswerte Vermögensformen“, urteilt der Investmentprofi. Aktien und Anleihen kommen für ihn kaum in Frage. Einen Tipp hat er auf diesen Feldern allerdings noch: „Ich hoffe, dass sich die Kurse der Investmentbanken kurzfristig erholen, damit ich weitere Baissepositionen eingehen kann.“ Ansonsten hält er seiner seit Jahren propagierten Langfristidee die Stange: „Ich investiere in Agrarrohstoffen. Gute Möglichkeiten im Rohstoffbereich haben außerdem vielleicht noch Silber, Palladium und Erdgas.“ Unter den Währungen setzt er auf den Schweizer Franken, den japanischen Yen und den chinesischen Yuan.
Das klassische Krisenbarometer Gold erfüllt seine Aufgabe derzeit übrigens schulbuchmäßig, eilt der Preis doch von Rekord zu Rekord. Rogers überrascht das nicht: „Ben Bernanke hat schließlich die Kapitulationsflagge gewunken und klar signalisiert, das er sich nicht um den Dollar schert.“
Rogers schöpft aus großer Erfahrung. Er gründete einst zusammen mit dem Superinvestor George Soros den legendären Hedge-Fonds Quantum Fund. Mit 37 Jahren stieg Rogers aus. Kultstatus errang er aber erst später. Der Querdenker sagte bereits Ende der 90er Jahre ein Comeback der Rohstoffe voraus. Damals verlachte ihn die Finanzgemeinde. Was schert es ihn? Er verdiente prächtig.

