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10.05.2007 

Strategische Werkzeuge für die Manager

von Susanne Bergius

Unternehmen können aus einem ganzen Repertoire erprobter nachhaltiger Managementsysteme das für sie Passende auswählen.

So gibt es eine auf Nachhaltigkeit erweiterte „Sustainability Balanced Scorecard“ (SBSC). Sie verankert explizit ökologische und personalpolitische sowie soziale Aspekte in Strategie und Unternehmensführung und ist anders als die „Balanced Scorecard“ mehr als ein Kontrollinstrument: „Finanz-, Kunden-, Prozess- und Entwicklungsperspektiven werden in einer Matrix der ökonomischen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit gegenübergestellt, so dass sich zwölf Handlungsfelder ergeben“, erläutert Professor Stefan Schaltegger von der Universität Lüneburg. Für jede Dimension sind einer oder mehrere Indikatoren zu identifizieren.

Speziell kleine und mittelständische Unternehmen können die „Sustainable Balanced Scorecard“ (SBC) nutzen. Daneben bestünden Konzepte, die entweder ökologisch oder sozial orientiert seien, sagt Professor Henry Schäfer von der Universität Stuttgart. All diese Instrumente gingen weiter als reine Umwelt- oder Sozialmanagementsysteme.

Strategieorientiert ist auch das „Product Lifecycle Management“ (PLM), eine integrierte Produktpolitik, die schon beim Design den gesamten Lebenszyklus berücksichtigt: Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Anwendung, Wiederverwertung, Recycling. In Lebenszyklusanalysen fließen alle Daten über sämtliche Stoffströme sowie Interessen von Anspruchsgruppen ein.

Verbreitet sind das europäische Umweltmanagementsystem Emas und die internationale ISO14001. Allerdings bleibt der damit einst angestrebte Paradigmenwechsel – weg von bloßer Gesetzestreue hin zur eigenständigen Suche und Realisierung von Chancen – meist aus. Die Praxis verharrt bei Produktionsoptimierung und Abfallvermeidung, er-reicht aber nicht Kerngeschäft und Produktdesign, kritisieren Wissenschaftler. Darum lägen strategische Erfolgspotenziale brach. Ähnliches gelte für das Sozialmanagementsystem SA8000.

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