Unabhängig von der Entwicklung des Geschäfts spielen bei Tech-Werten die Fragen, ob die US-Wirtschaft in eine Rezession schlittert und wie sich der Dollar entwickelt, eine größere Rolle als in vielen anderen Branchen. Zumindest bei ersterem droht ihnen nach Berechnungen der Helaba jedoch keine allzu große Gefahr mehr. Knapp 70 Prozent Rezessionswahrscheinlichkeit sind demnach in den Kursen der US-Tech-Aktien bereits eingepreist. Einen höheren Risikopuffer haben nur noch Finanz- und Telekomtitel zu bieten. "Die deutlichen Kurskorrekturen haben bereits viel Negatives vorweggenommen", sagt Helaba -Aktienstratege Markus Reinwand.
Weitaus größere Gefahr droht den Tech-Aktien dagegen von der Währungsseite. "Dieser Sektor ist einer der währungsempfindlichen überhaupt", sagt Ian Richards, Aktienstratege bei ABN
Amro in London. Besonders im Fokus steht dabei das Euro-Dollar-Verhältnis, weil der US-Markt gerade im Technologiesektor nach wie vor das Maß aller Dinge ist. Das gilt sowohl für den Produktsektor als auch als Absatzmarkt. Gerade dort hat Richards jedoch seine Zweifel, ob der weiterhin so stark ist wie bisher. Das liegt unter anderem am Netzwerkausrüster Cisco
Systems, einem der großen Aushängeschilder der Branche. Ende vergangener Woche verkündete das Unternehmen eine verringerte Nachfrage, was in der Konsequenz Titel der gesamten Branche nach unten trieb.
Für Technologie-Aktien bedeutet das nur: Sie werden dadurch noch eine Spur spekulativer als bisher schon, bieten so aber auch noch ein bisschen größere Chancen als sie das schon immer taten.
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