Abgeltungsteuer
Großreinemachen im Aktiendepot

Wer sein Depot umschichten will, sollte Aktienkäufe vorziehen. Am wichtigsten aber ist eine langfristige Anlagestrategie - und nicht die Steueroptimierung. Sechs Fragen und Antworten zum Thema Abgeltungssteuer und drei Beispieldepots.

DÜSSELDORF. Der Tag X rückt unaufhaltsam näher. Bis zum 31. Dezember haben die Deutschen nur noch Zeit, ihre Depots fit zu machen für die Abgeltungsteuer. Ein paar Dinge sollten also möglichst bald erledigt werden. Wer etwa Aktienfonds oder Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau kaufen möchte, sollte das noch in diesem Jahr tun, um die Abgeltungsteuer zu umgehen. Viele Experten glauben, dass nach den kräftigen Kursverlusten der vergangenen Wochen die Gelegenheit derzeit günstig ist zu investieren. Allerdings sollten die Anleger in diesen turbulenten Tagen weitere Kursrückgänge einkalkulieren und ausreichend Geduld mitbringen. Wer sein Geld schon nach ein bis zwei Jahren für andere Anschaffungen braucht, für den gilt: besser Finger weg von Aktien.

Ohnehin sollte ein Depot nicht ausschließlich nach steuerlichen Motiven ausgerichtet sein. Das geht in den meisten Fällen schief. Entscheidend ist vielmehr eine langfristig ausgewogene Anlagestrategie, die der Risikoneigung des Anlegers entspricht. Er sollte sich deshalb auch nicht von den Versprechen der Finanzbranche beeindrucken lassen, die mit näher rückendem Stichtag immer heftiger für ihre steueroptimierten Produkte werben.

Ein gründlicher Depot-Check ist aber in jedem Falle Pflicht. Viele Anleger haben Fonds und Aktien, mit denen sie schon länger unzufrieden sind. Jetzt ist die richtige Zeit, sich bei Bedarf von Altlasten zu trennen und das Depot mit neuen Wertpapieren aufzufrischen. Anleger sollten sich immer fragen: Würde ich die Aktie beziehungsweise den Fonds aus heutiger Sicht wieder kaufen - oder es besser bleiben lassen?

Empfehlenswert ist es, in den kommenden Wochen noch ein zweites Depotkonto einzurichten, um die Wertpapiere, die vor und nach dem Stichtag gekauft werden, auseinander zu halten. Viele der großen Fondsgesellschaften bieten an, ab 2009 neben dem Hauptdepot ein kostenloses Unterdepot an. Das wird in den meisten Fällen sogar automatisch eingerichtet. Fondssparer sollten sich dennoch rechtzeitig erkundigen, wie die jeweiligen Gesellschaften verfahren.

Nicht zu vergessen: Freistellungsaufträge prüfen und bei Bedarf anpassen. Ein formloses Schreiben an die Bank genügt. An der Höhe der Freibeträge, die künftig Pauschbeträge heißen werden, ändert sich aber nichts.

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