Aktie verliert an Wert Esmertec irritiert Investoren

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Seit einer Woche blutet die Firma personell aus. Sie musste bekannt geben, dass zwei Mitbegründer, frühere Ingenieure der Technischen Hochschule in Zürich, sowie die Technik-Chefin das Unternehmen verlassen wollten. Vergangenen Donnerstag, am Tag vor der Generalversammlung, schmiss der langjährige Esmertec-Chef und Verwaltungsratspräsident Alain Blancquart die Brocken hin. Der Abgang wurde von einer Warnung begleitet: Esmertec erwartet für das erste Halbjahr 2006 einen hohen Verlust. Der Umsatz dürfte von 20,1 Mill. Dollar im ersten Halbjahr 2005 auf deutlich weniger als zehn Mill. Dollar sinken. Der Aktienkurs stürzte ins Bodenlose. Aufgebrachte Aktionäre konnten sich am Freitag nur noch an den Vizepräsidenten Hans-Ulrich Müller wenden. „Fünf Franken, Herr Müller, würden Sie soviel Geld noch für eine Esmertec-Aktie bezahlen?“, fragte eine Aktionärin. Müller antwortet: „Wir sind in einer schwierigen Situation.“ Neue Software werde dringend gebraucht.

Analysten packen seither ihre Unsicherheit in wohlgesetzte Worte: „Wir zweifeln, dass die Wachstumsstory des Unternehmens noch immer intakt ist“, sagt Christoph Ladner von der Basler Bank Sarasin und empfiehlt die Aktie abzustoßen. Die Bank Sarasin hatte Esmertec im vergangenen Jahr gemeinsam mit der UBS und der Deutschen Bank an die Börse gebracht und dürfte damit unverändert zu den Gewinnern des Börsengangs gehören – auch das Muster ist bekannt.

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