Aktien, Anleihen, Immobilien Anleger erwartet ein heißer Sommer

Der Sommer wird ungemütlich: Anleger müssen sich in den nächsten Monaten auf starke Kursschwankungen einstellen. Doch die Lage ist nicht aussichtslos. So bringen Sie das Geld in Sicherheit.
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Händler an der Frankfurter Börse. Quelle: dapd

Händler an der Frankfurter Börse.

(Foto: dapd)

Frankfurt/DüsseldorfEine der Weisheiten unter den Börsianern lautet: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern.“ Hätten sich Anleger nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 daran gehalten, sie hätten bis heute satte Gewinne eingefahren. Der Deutsche Aktienindex etwa hat seitdem um fast drei Viertel zugelegt. Und selbst in Zeiten von Griechenland-Krise & Co. schien der Spruch weiter Gültigkeit zu haben. Die Kurse am deutschen Aktienmarkt stiegen weiter.

Bis Anfang Mai sah es so aus, als könnten überraschend gute Unternehmenszahlen und ständig nach oben korrigierte Konjunkturprognosen die großen Probleme der Welt in den Hintergrund treten lassen: die Schuldenkrise in Euro-Land, hohe Verbindlichkeiten in den USA und Japan, den hohen Ölpreis, steigende Inflationsraten und die Abhängigkeit der Weltkonjunktur von den Schwellenländern in Asien und Südamerika. Auf über 7500 Punkte kletterte der Dax. Doch dann fiel er und machte gestern zwischenzeitlich erst knapp über der Marke von 7 000 Punkten halt.

Die Gesamtlage sei so fragil, dass Schocks derzeit nicht abgefedert werden könnten, erläutert der Asien-Chairman von Morgan Stanley, Stephen Roach, die Lage. Die Aktien europäischer Banken sackten gestern auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren ab, weil Anleger fürchten, dass die griechische Schuldenkrise auch andere Länder erfassen und die Banken noch stärker belasten könnte.

Der Euro gab zum Schweizer Franken deutlich nach, weil Anleger fürchten, dass die anhaltende Schuldenkrise die Nachfrage nach in Euro notierten Wertpapieren dämpfen wird. „Es ist ein Frühwarnzeichen“, sagte der Leiter des Devisenmanagements bei Investec Asset Management, Thanos Papasavvas.

Für Deutschland sind viele Experten weniger skeptisch, raten aber auch hier in den kommenden Monaten zur Vorsicht. Die starken Kursschwankungen könnten sich den ganzen Sommer über fortsetzen. „In den nächsten Wochen dürften die Wogen an den internationalen Aktienmärkten weiter hochschlagen und für eine volatile Kursentwicklung sorgen“, sagt Thomas Grüner, Chefstratege bei der Landesbank Berlin. Für Anleger heißt das zunächst: Geld parken und zurückhaltend agieren.

Schätzungen gehen wieder nach oben
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11 Kommentare zu "Aktien, Anleihen, Immobilien: Anleger erwartet ein heißer Sommer"

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  • Wenn professionelle Anleger auf steigende Renditen bei Miet-Immobilien setzen, wird die FDP sicher zu Lockerungen beim Mietrecht "bewegt" werden können.

  • • Dieser Aufschwung wurde durch massive Konjunkturrpogramme erkauft.
    Diese Konjunkturprogramme gingen im letzten Jahr aus. Das war wie mit einem Ventilator dass Segelboot anzutreiben...
    Diese wurden mit Verschuldung in immensen Ausmassen erkauft und zur Ankurbelung der Exportwirtschaft sowie Schuldenabbau wurde der Euro massiv entwertet.
    Nun kommt eine riesige Inflationswelle denn die Rohstoffpreise sind wegen den Geldmengen %40 gestiegen, (siehe 33% Anstieg Importe Deutschlands) und dies wird alle Export Produkte verteuern. Der innenmarkt trocknet aus denn die Kaufkraft steigt nicht parallel.
    Ausserdem werden die Sparprogramme Europa weit die Nachfrage erwürgen. Dass sind die vier Ritter des Todes in 2011 die den Wirtschaftsmotor abwürgen werden.


  • Beim EURO halten lauern gefahren...
    Was hat Angie gesagt: "Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt."
    Das heisst auf Gut Deutsch ich muss euch einiges weg nehmen. Das geht durch Inflation und Steuern. Das sind noch die besseren Tage.
    Der Kampf um den Euro ist als eine Schupserei der Taschentrickdiebe zu sehen, während sie hinschauen, nimmt der dritte ihnen den Geldbeutel ab.
    Die Polizei warnt das Juncker, Merkel, Schäuble und Co. schon Kriminell auffällig geworden sind.

  • Das ganze Dilemma, warum die Deutschen soviel Tages-,Festgeld, Bankanleihen, Bundeswertpapiere, Lebensversicherungen etc. halten ist der hartnäckige Glaube, dass die Bank und der Staat "Dein Freund" sind. Das wurde den Deutschen ja auch jahrzehntelang vorgegaukelt. Leider ist es aber so, dass man, wenn man Leute vom Gegenteil überzeugen will, nur müde belächelt, oder gar als gefährlicher Anarchist oder bedauernswerter Spinner dargestellt wird

  • • Die Finanzpolitik des Wohlfahrtstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, dass hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die "versteckte" Einteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte.
    Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtstaates gegen den Goldstandard sind. (Allan Greenspan 1966 Gold und Wirtschaftliche Freiheit)

  • Aber dann nicht mit Münzen und Scheinen füttern - die verlieren an Wert. Sondern mit leckerem, bodenständigem Essen. Eventuell Nestle als größtem Lebensmittelkonzern der Welt. Vielleicht mit Chemie wie BASF durchsetzt...aber nur in originären Anteilsscheinen, nicht in Girosammelverwahrung.

  • Henry Ford meinte bereits, wenn alle Menschen das Geldsystem verstehen würden, wären schon früher als gestern die Revolutionen los gerollt. Doch viele, besonders in D, sind zu Sesselbequem, zappen sich lidklappernd durch die TV-Programme oder hämmern anonym Unsinn in Foren, gehen durch Straßen mit hypergegeiltem Blick auf ihre Smartphones; letztes kann als neuer Volkshype ala dem Folgen der Massen zwischen 1933 und 1945 gesehen werden! Geschickt führen die Oberen 10.000 der Welt die dummen Massen mit Hilfe der industriellen Infrastruktur.

  • "Der Sommer wird ungemütlich: Anleger müssen sich in den nächsten Monaten auf starke Kursschwankungen einstellen. Doch die Lage ist nicht aussichtslos." ... sondern hoffungslos!

  • Guten Tag,.... Lieber Gott steh mir bei;.... Ich habe die Hosen gestrichen voll. Wenn Ich recht verstehe kann alles den Bach runter gehen. ( oder auch nicht ). Experten ? Chefoekonomen ? Strategen ? Minister ? Professoren ? was um alles in der Welt wollen diese Idioten uns beibringen. Es gelingt ihnen nicht mal die eigene Kasse in Ordnung zu halten. Ich kaufe mir ein Sparschwein. Besten Dank

  • Selbst welches drucken!

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