Aktien-Empfehlungen
Investoren, mehr Mut!

Die Analysten von JP Morgan haben ihre Einschätzung zu Unternehmen geändert, die stark von der Konjunktur abhängen. Manche dieser Zykliker böten Chancen für Anleger, sagen sie. Darunter auch zwei deutsche Konzerne.
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FrankfurtDie Strategen von JP Morgan Cazenove empfehlen zyklische Titel neuerdings mit „neutral“; bislang hatten sie empfohlen, die sogenannten Zykliker zu verkaufen. Dabei sehen sie mehr Potenzial für Aktien, die von einer Erholung der US-Konjunktur profitieren als von Dividendentiteln, die stark von der chinesischen Wirtschaft abhängen. Viele Zykliker waren in den vergangenen Monaten deutlich zurückgefallen, Stahlkonzerne beispielsweise.

Zweifel an einer nachhaltigen Konjunkturerholung blieben allerdings, schreiben die JP Morgan-Experten. Angesichts der jüngsten Stabilisierung der Einkaufsmanagerindizes und der vergleichsweise schlechten Kursentwicklung zyklischer Titel hätten sie ihre Anlageempfehlung aber geändert.

Innerhalb des zyklischen Sektors bewerten sie Minen-, Stahl- und Invstitionswerte weiterhin mit „underweight“. Optimistischer sind sie bei Hotel-, Medien-, Software- und Freizeitwerten. Zu den Aktien, die JP Morgan mit „overweight“ bewertet, zählen BMW und SAP.

Derweil ist der Dax im Tagesverlauf wieder unter 7000 Punkte gerutscht. Einige neue Belastungsfaktoren in einem eher abwartenden Markt hätten zu der Korrektur geführt, sagten Händler. Die Meldung, wonach die mit Finanzproblemen kämpfende spanische Provinz Katalonien den Staat um Finanzhilfen von 5,0 Milliarden Euro gebeten hat, sorgte für Unruhe. Zudem droht der Tropensturm „Isaac“ auf seinem Weg zur US-Südküste nun doch zum Hurrikan zu werden. Das könnte den Ölpreis nach oben treiben und die Börsen belasten, hieß es.

Ferner warten Anleger nervös auf die Rede von Fed-Präsident Ben Bernanke auf einer Notenbankkonferenz in Jackson Hole am Freitag. Händler Markus Huber von ETX Capital sagte: „Alles in allem besteht im Moment zu diesen Preisen kein größeres Kaufinteresse. Viele Anleger erwarten den Dax weiterhin in einer Spanne zwischen 6880 und 7110 Punkten und warten mit ihrem Einstieg folglich wieder auf niedrigere Kurse.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Aktien-Empfehlungen: Investoren, mehr Mut!"

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  • In einer "Merkel-Spar-Welt" bzw. "Merkel-Tot-Spar-Welt"
    oder umgekehrt formuliert, in einer "Merkel-Preisexplosion"
    - siehe STROMPREISE ! - müssen wohl alle Kurse
    "leichter" bewertet werde.

    Nach einer "Seitwärtsbewegung" rutschte dann auch die
    Bundesregierung aus dem Sessel der Macht.

  • Nein! Merkel hat das Investitionsklima versaut!

    Hunderte Milliarden und Billionen Gelder ins
    Ausland verschmeissen = vorsätzliche Vernichtung
    deutscher Wirtschaftskraft

    Energiepreise extrem verteuern = Preisexplosion
    (Strompreise stecken selbst in einem einfachen
    Produkt hunderte, wenn nicht tausende Male drin)
    und = Abwürgen der Kaufkraft der Bevölkerung

    Beides zusammen = unwiderrufliches Herbeiprogrammieren
    weiterer massiver Arbeitslosigkeit.

    Das ist kein Börsenstandort für Leute, die Profite
    machen wollen, sondern nur für Untergangskandidaten.

    Merkel wird als die unfähigste Politikerin aller Zeiten
    in die Geschichte eingehen.

  • In den Empfehlungen sind viele Unternehmen mit sehr hoher Dividendenrendite aber auch sehr schlechter Aktienperformance. Bei einigen hat sich der Kurs sogar deutschlich schlechter entwickelt als die Div.rendite. Also teilweise Nullsummenspiel. Vieler der Unternehmen haben sinkende Umsätze und Gewinne. Daher wird oft versucht durch hohe Dividendenrenditen, Aktionäre, zu überzeugen. Das habe ich als Aktienanalyst täglich erleben müssen. Fazit: man kommt um fundamentale Analyse nicht herum.

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