Aktien, Euro

Alles halb so schlimm?

Am Nachmittag scheinen die Märkte den Schock um die Ereignisse in Griechenland einigermaßen verdaut zu haben. Europäische Indizes und Euro ziehen wieder an. Ein Spieler könnte beeinflussen, ob die Schwankungen anhalten.
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Zittern um Griechenland: Die wichtigsten Antworten

DüsseldorfNach einem heftigen Kursverlust von über vier Prozent zum Handelsbeginn hat sich der Deutsche Aktienindex (Dax) am Montag im Laufe des Tages etwas erholt. Gegen 16.30 Uhr notierte der deutsche Leitindex an der Börse in Frankfurt mit rund 2,9 Prozent im Minus.

Die jüngsten Entwicklungen in Griechenland setzten dem Dax damit am Montag nicht so schwer zu, wie von einigen Analysten zunächst befürchtet. Auch andere europäische Indizes wie der französische Leitindex CAC 40 oder der spanische Leitindex Ibex 35 verloren zum Handelsstart deutlich über vier Prozent und erholten sich wieder.

Schließlich konnte auch der Euro, der am Morgen unter die Marke von 1,10 Dollar abgerutscht war, wieder aufholen und notierte bis zum Nachmittag auf einem Tageshoch von 1,1159 Dollar. War die Aufregung am Ende übertrieben? Der Aufschrei am Morgen zu schrill?

Kein Zweifel besteht darüber, dass die Marktteilnehmer einigermaßen geschockt auf die Ankündigung von Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras in der Nacht zum Samstag reagiert hatten, ein Referendum über die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber am kommenden Sonntag abhalten zu wollen.

So spotten Griechen über ihre Geldautomaten
Geldautomat statt Monstranz
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Die Situation im Land sei nur mit Humor zu ertragen, meint der griechische Journalist Vagelis Theodorou, der diese Fotomontage ins Netz stellte.

Spott im Netz
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"Herr, erbarme dich!" schreibt er zu einem Foto, dass ein überarbeitetes Bild einer Prozession zeigt. Statt einer Monstranz trägt eine Gruppe Männer im Anzug einen Geldautomaten spazieren.

Einer der Träger: der ehemalige griechische Ministerpräsident Antonis Samaras, Amtsvorgänger von Alexis Tsipras. Das Originalbild der Prozession scheint aus dem Jahr 2011 zu stammen.

Säcke voll Geld?
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Vielfach geteilt wurde in Griechenland am Wochenende dieses gestellte Foto.

Geldautomat in Athen am Sonntag, 28. Juni
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„Nur Abhebungen über 500 Euro. Wir haben keine 50, 20 und 10 Euro-Scheine. Gehen Sie für Wechselgeld zur deutschen Botschaft."

Pacman
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Ein beliebtes Spiel: Die Anzeige eines Geldautomaten mit einem anderen Motiv austauschen. Ein griechischer Experte für Gasgeräte teilte diese Bildmontage, die auf den Videospiel-Klassiker Pacman im Geldautomaten-Display zeigt.

Massenansturm
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Der griechische Comedian „Blink Mike“ wählte ein anderes Motiv. Er kombinierte Bilder von riesigen Rockkonzerten und einem Truppenaufmarsch aus dem Filmepos „Herr der Ringe“ und verglich sie mit dem Gedränge vor griechischen Geldautomaten.

Kein Geld hier. Nur Liebe!
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Das Foto eines Geldautomaten auf der Insel Mykonos, geschmückt mit einem ironischen Zettel: „Kein Geld hier. Nur Liebe!“

Die Finanzminister der Euro-Zone warfen ihm daraufhin vor, einseitig die Verhandlungen abgebrochen zu haben, und entschieden, das am Dienstag auslaufende Hilfsprogramm für Athen nicht zu verlängern. Ohne frisches Geld droht Griechenland binnen wenigen Tagen der Bankrott.

„Auf breiter Ebene werden Risiken vermieden”, erklärt Stan Shamu, Stratege bei IG Markets. „Alle sind vor dem Referendum etwas nervös“. In der Tat ist die Volatilität auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen, als die weltweite Finanzkrise einen Höhepunkt erreichte.

Entscheidend wird die EZB sein
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1 Kommentare zu "Aktien, Euro: Alles halb so schlimm?"

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  • Nicht mal halb so schlimm - für die Politiker und die Banken.

    Zusammen mit der EZB vor allem sorgten sie dafür, daß alle (gigantischen im dreistelligen Billionen- Euro-Bereich liegenden) Risiken des Euro - denn der ist der Bösewicht, weil die Politiker ihn auf die Steuerzahler los ließen ohne Maulkorb und ohne jede Erziehung - nahezu ausschließlich bei den Steuerzahlern liegen, die zuvor niemals dazu gefragt wurden.

    So grinsen sich die Politiker in Brüssel, den 19 Nationen unterm heimtückischen und nicht funktionierenden Euro (Griechenland ist nur ein schnelles, kleines Beispiel) sich die Hucke voll bei opulenten Mahlzeiten im Sternelokal - davon gibt es in Brüssel mehr als sonst auf der Welt.

    So ist eben die Welt - bös und ungerecht.

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