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Wie Yuppies Geld anlegen

Junge Anleger mit Aufstiegs-Potenzial sind wählerisch. Sie halten sich für Finanzprofis und trauen ihren Bankern nicht über den Weg. Was der Nachwuchs mit seinem Geld anstellt.

Sie sind jung, haben beste Karrierechancen und bereiten ihren Bankern Kopfzerbrechen. Young Professionals, gut ausgebildete Berufseinsteiger oder Hochschulabsolventen, die in Zukunft durch eigene Leistung im Job oder durch Erbschaft - laut Deutschem Instituts für Altersvorsorge werden in den Jahren 2015 bis 2024 in Deutschland etwa 3,1 Billionen Euro Privatvermögen vererbt – mit großer Gewissheit zu einem Vermögen gelangen werden.

Wie der Nachwuchs bei der Geldanlage tickt, zeigt eine Studie der FOM Hochschule, der Kanzlei Baum Reiter & Collegen und dem Handelsblatt unter knapp 500 Nachwuchsanlegern. Banker können dieser Zielgruppe wenig vormachen.

Die Hochschule prüfte das Finanzwissen der Young Professionals auf Basis von Fragen, wie sie auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei entsprechenden Tests verwendet.

Gut 54 Prozent verfügen über eine sehr gute bis gute Allgemeinbildung in Finanzfragen. Mehr als jeder dritte schnitt mit „befriedigend“ ab. Nicht einmal jeder zehnte patze bei den Finanzfragen. Insgesamt beantworteten die Befragten knapp neun von zehn Fragen zu Rendite, Inflation oder Diversifikation des Portfolios richtig. „Der Nachwuchs kennt sich aus und weiß das auch“, sagt Julius Reiter, Anwalt und FOM-Professor. Denn nur vier Prozent attestieren sich mangelhafte oder ungenügende Kenntnisse.

Die Kenntnisse zahlen sich aus. „Young Professionals mit gutem Allgemeinwissen bei Finanzthemen nutzen verstärkt Kapitalmarktprodukte für die Geldanlage, achten auf Diversifikation und sichern sich staatliche Prämien“, sagt Reiter.

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