Aktien von spezialisierten Firmen sind hoch spekulativ
Zulieferer profitieren von Nanotechnologie

Mit der Aktie der Firma Nanogen ging es vergangene Woche durch die Decke: 52 % an nur einem Tag. Anleger feierten die Nachricht, dass das Unternehmen ein neues Patent angemeldet hatte. Prompt bekam die gesamte Branche Auftrieb – Aktien mit der Silbe „Nano“ im Firmennamen legten rund 10 % zu.

DÜSSELDORF. Hinzu kam, dass die US-Regierung verkündete, 3,7 Mrd. Dollar in den kommenden vier Jahren in die Nanoforschung zu pumpen. Aufsehen erregte zudem die Meldung, dass IBM eine Technik entwickelt, mit der sich Moleküle zu Schaltkreis-Mustern gruppieren lassen: Damit könnten Computerchips noch kleiner werden.

Nanopartikel sind so klein, dass sie unsichtbar sind. Doch Marktforschungsinstitute und Researchdienste sehen in der Nanotechnologie schon den großen Markt der Zukunft: So schätzt die National Science Foundation den „NanotechMarkt“ im Jahr 2010 auf 1 Bill. Dollar.

„Dabei ist es viel zu früh, die Nanotechnologie als eine Triebkraft der Konjunktur zu sehen“, warnt Thiemo Lang, Fondsmanager des Activest Lux Nanotech. Denn so richtig gibt es ihn noch gar nicht, den Nanotech-Markt. „Nanotechnologie ist keine eigene Industrie, sondern nichts anderes als Materialforschung“, sagt Lang. Nanotechnologie sei für die Unternehmen kein Selbstzweck – der Charme bestehe derzeit nicht darin, gänzlich neue Produkte zu entwickeln, sondern bestehende Produkte zu verfeinern und damit steigende Umsätze zu generieren. Die Technologie mit dem Unsichtbarem komme deshalb auch in so unterschiedlichen Bereichen wie der Energie-und Umwelttechnik, der Elektronik, der Medizintechnik oder der Biotechnologie zum Einsatz. Es sei heute noch nicht absehbar, wo und wann standardisierte Nano-Methoden angewendet würden. Und schon gar nicht von wem.

Ähnlich wie in der Biotechnologie profitieren am ehesten die Zulieferfirmen, deren Produkte wegen des Forschungswahns gefragt sind. Weltmarktführer ist das US-Unternehmen Veeco Instruments. Veeco baut spezielle Mikroskope, mit denen elementare Strukturen sichtbar gemacht werden können. Die Aktien des Unternehmens haben sich seit Anfang des Jahres mehr als verdoppelt.

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