Aktien: Warum der US-Bullenmarkt noch bis 2020 laufen wird

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Warum der US-Bullenmarkt noch bis 2020 laufen wird

Die Aktien-Rally in den USA ist noch lange nicht vorbei und wird noch weitere fünf Jahre anhalten, sagt ein bekannter Chefstratege. Die Mehrheit der Analysten ist nicht so optimistisch. Doch Parker nennt mehrere Gründe.
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New YorkDer Bullenmarkt für amerikanische Aktien ist noch nicht zu Ende – ganz im Gegenteil, er kann noch für fünf weitere Jahre anhalten. Das sagt Adam Parker, Chefstratege für US-Aktien bei Morgan Stanley. Vom schlechtesten Jahresstart des Standard & Poor's 500 Index seit 2009 lässt er sich bei seiner Einschätzung nicht beirren.

Die Gewinne der Unternehmen werden weiter wachsen – und zwar dank konsumfreudiger Amerikaner. Das wird dem S&P 500 helfen seinen bisherigen Jahresverlust von 1,9 Prozent wieder wett zu machen, sagt Parker.

Seiner Meinung nach haben Aktien-Analysten bislang bei ihren Prognosen noch nicht das Aufwärtspotenzial im Konsumsektor und anderen Bereichen berücksichtigt, die von der Halbierung des Rohölpreises profitieren dürften. Zudem werde die Wirtschaft der USA weiter an Fahrt gewinnen.

„Dies wird die längste Rally aller Zeiten“, sagt Parker in einem Interview mit Bloomberg TV. „Wenn man sich Konjunkturfaktoren, Unternehmensverhalten und Kreditzyklus ansieht, gibt es eine Menge Gründe für eine Fortsetzung. Es könnte bis 2020 weitergehen.“

Seiner Prognose zufolge wird der Benchmark-Index in diesem Jahr bis auf 2275 Punkte klettern, womit die Zahl der „Bullen-Jahre“ (also Jahre mit steigenden Kursen) dann auf sieben ansteigen würde. Am Freitag schloss der S&P-500-Index bei 2019,42 Zählern, der Montag war aufgrund eines Feiertages handelsfrei.

In der Geschichte gab es bisher nur zwei Aufwärtsphasen mit einer längeren Dauer, wie aus Daten von Bloomberg News und Birinyi Associates hervorgeht. Dazu gehört der nahezu acht Jahre währende Bullenmarkt der 1990er Jahre.

Parkers Prognose für den Jahresendstand des S&P-500-Index liegt 1,9 Prozent über den 2233 Punkten, die 19 Strategen in einer Bloomberg-Umfrage erwarten.

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  • ...Buffet und Soros sind auch nicht mehr das, was sie mal waren...

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