Aktien Wie eine französische Bank vor dem Dax warnt

Strategen der Société Générale warnen Anleger davor, in den deutschen Leitindex zu investieren. Kunden sollten lieber auf den Leitindex eines anderen Landes setzen – drei mal dürfen Sie raten, welches sie empfehlen.
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Strategen der französischen Société Générale halten nichts von den deutschen Standardaktien. Quelle: dpa
Dax

Strategen der französischen Société Générale halten nichts von den deutschen Standardaktien.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer erste Schock scheint überwunden. Am Morgen kann der deutsche Leitindex Dax die herben Verluste seit Freitag fast wieder hereinholen – und hat am Mittag die 10.000er-Marke wieder überschritten. Dennoch: Die Stimmung ist angeschlagen, Anleger weiter nervös. Börsianer spekulieren darüber, ob im Sog der China-Schwäche weitere Verluste drohen – und ob und wann sie aussteigen sollen.

Geht es nach der Société Générale, hätten Anleger bereits im Mai das Weite suchen sollen. „Switch out of the Dax“– zu Deutsch in etwa: „Wechseln Sie weg vom Dax (in andere Märkte)“, rieten sie Investoren damals. Am heutigen Dienstag – einen Tag nach dem Crash am deutschen Aktienmarkt – haben sie ihre Botschaft bekräftigt. „Fangen Sie nicht das fallende Messer auf“, heißt es diesmal.

So deutlich wie die Aktienstrategen der französischen Großbank hatte kaum einer zum Ausstieg aus deutschen Titeln aufgerufen. Am gestrigen „schwarzen Montag“, als der Dax zwischenzeitlich auf den neuen Jahrestiefstand von 9.338 Punkte fiel, sahen sich die Experten bestätigt.

Die Strategen der Société Générale wollen gute Gründe dafür gefunden haben, dass Anleger mit dem Dax langfristig nicht glücklich werden. „Der deutsche Leitindex schneidet neuerdings im Vergleich zu anderen europäischen Leitindizes schlechter ab“, stellen sie fest. Und: „Nach zehn Jahren überdurchschnittlicher Entwicklung, glauben wir jetzt, dass der Dax künftig im europäischen Vergleich 'underperformen' wird.“ 'Underperformen' meint: schlechter abschneiden als andere Indizes.

Konkret heißt das: Auch die französischen Experten können sich zwar vorstellen, dass es der Dax auf die 12.000 Punkte bis Jahresende zurückschafft. Doch andere europäische Indizes dürften in ihren Augen deutlich stärker zulegen.

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2 Kommentare zu "Aktien: Wie eine französische Bank vor dem Dax warnt"

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  • Endlich sieht der gemeine Franzose Licht am Ende des Tunnels!
    Man kann ein Land um solche Experten nur beneiden.

  • Und wie sind jetzt die KGVs verteilt? Haben Sie dazu nichts geschrieben?

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