Aktienakzeptanz
Skepsis gegenüber Wertpapieren bleibt hoch

Ein Finanzplatz gewinnt dann an Bedeutung, wenn die verschiedenen Anlageprodukte des Kapitalmarktes genutzt werden. Dies gilt insbesondere für die Aktie, die Anleger an den Unternehmen beteiligt und an ihren Gewinnen partizipieren lässt. Doch die Aktienakzeptanz in Deutschland kränkelt – nur rund jeder sechste Deutsche ist an der Börse investiert.

FRANKFURT. Weil die Aktienrenditen eine Prämie für das übernommene unternehmerische Risiko enthalten, können mit Aktien höhere Renditen als mit anderen Anlageformen erzielt werden. Für die Vermögensbildung und die Altersvorsorge ist die Nutzung der Aktie daher unverzichtbar. Der Grad an Aktienakzeptanz hat darüber hinaus unmittelbar auch gesellschafts- und sozialpolitische Bedeutung, weil die private Vorsorge angesichts der sinkenden Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Altersvorsorgesystem immer wichtiger wird.

Allerdings ist es mit der Akzeptanz der Aktie in Deutschland nicht zum Besten bestellt. Am Jahresende 2007 besaßen rund 10,14 Mill. Deutsche Aktien oder Anteile an Aktienfonds und damit 15,6 Prozent der Bevölkerung. Im internationalen Vergleich ist dieser Anteil aber gering. Insbesondere in den angelsächsischen Ländern, aber auch in Skandinavien partizipiert ein weitaus höherer Anteil der Bevölkerung direkt oder indirekt am Aktienmarkt und kann damit die Renditevorteile, die die Aktie insbesondere langfristig bietet, für den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge nutzen.

Die vergleichsweise geringe Aktienakzeptanz hierzulande wiegt umso schwerer, als sich in den vergangenen Jahren ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung wieder aus der Aktienanlage verabschiedet hat – und das trotz zum Teil enormer Kurszuwächse. Die Gesamtzahl der direkten und indirekten Aktienanleger ist seit 2001 um fast drei Mill. gesunken.

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