Aktienanlage: Das Jahr des Finanzdrachen

Aktienanlage
Das Jahr des Finanzdrachen

Geht es nach dem „Feng-Shui-Index“, so wird das Jahr für die Börsenanleger mäßig beginnen und ab Herbst richtig durchstarten: „Drachenjahre“ sind nunmal wirtschaftlich volatil.
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PekingAnders als die feuerspeienden Ungeheuer in der westlichen Mythologie gilt der Drache in China eher als Glücksbringer. Vor allem Geschäftsleuten soll er gewogen sein. Das nehmen sich natürlich auch einige Marktexperten zu Herzen, die mit großer Zuversicht in das neue Jahr gehen.

Einen eher augenzwinkernden Ausblick auf das Aktienjahr in China gibt das Investmenthaus CLSA Asia-Pacific Markets aus Hongkong. Wie jedes Jahr hat es zum chinesischen Neujahr seinen „Feng-Shui-Index“ herausgebracht, der die Aktienmarktentwicklung anhand des ostasiatischen Horoskops prognostiziert.

Ähnlich den Bevölkerungsexperten unter den Astrologen, die das Jahr des Drachen als besonders geeignet zum Kinderkriegen deklarieren, sind auch die astrologisch angehauchten Analysten aus Hongkong optimistisch: Sie sehen im Jahr 2012 steigende Kurse – jedoch erst in der zweiten Hälfte. In den kommenden sechs Monaten taucht der „Wasser-Drache“ erst einmal tief unter, bevor der dann im Herbst zum Höhenflug an die Oberfläche kommt. Generell könnten allerdings Turbulenzen auf die Anleger zukommen: Drachenjahre gelten als wirtschaftlich volatil – auch politisch kann einiges passieren. Doch Vorsicht, beim Aktien-Horoskop ist die gleiche Vorsicht angebracht wie bei allen anderen Vorhersagen. Im vergangenen Jahr beispielsweise lag es von der Tendenz her komplett daneben – der Feng-Shui-Index hatte steigende Kurse angezeigt.

Die Analysten sind auch ins Detail gegangen und haben unter anderem die Aussichten für Angela Merkel im Jahr des Drachen bewertet. Die Kanzlerin, am 17. Juli 1954 geboren, ist ein Holz-Pferd. Das bedeutet: 2012 wird für sie „ein ganz schön krasses Jahr“, wie CLSA schreibt. Wichtig ist jedoch, dass „Holz­Pferde eines der stärksten und entschlossensten Tierzeichen sind, mit geradezu unendlicher Geduld und Entschlossenheit“. Die könne Merkel in Zeiten der Euro-Krise wahrlich gebrauchen.

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking

Kommentare zu " Aktienanlage: Das Jahr des Finanzdrachen"

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  • Ich glaubte immer, die Chartanalyse sei reine Kaffeesatz-Leserei. Jetzt bemühen einige Analysten schon die Astrologie und Feng-Shui.

    Man muß sich jetzt wohl endgültig fragen, ob man Analysten überhaupt für voll nehmen kann.

  • Haben Sie da gerade sich selbst illustriert? Wer ist gemeint? Warum sind Sie dann noch D? Aber besser so! Bleiben Sie ruhig in Deutschland! Beste Grüß aus Big Island

  • Wir in D haben wie seit ca. 20 Jahren, das Jahr des Vollidioten! Ende nicht in sicht...

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