Aktienauswahl
Börsianer eröffnen die Schnäppchenjagd

Selten waren die Interessen unter den Börsianern so gespalten wie im Moment: Investoren sehen sowohl kurz- als auch langfristig Kurspotenzial bei Aktien. Immer mehr Banken reagieren und geben Empfehlungslisten heraus. Die Kriterien für die Aktienauswahl.

FRANKFURT. Auf der einen Seite stehen die Großinvestoren wie beispielsweise viele Fondshäuser, die in den bis dato nie da gewesenen Schwankungen an den Märkten die Chance auf den schnellen Euro sehen. Auf der Gegenseite finden sich aber auch solche Anleger, die unabhängig von aberwitzigen Kurssprüngen jetzt die Gelegenheit sehen, mit der Langfristperspektive von einigen Jahren günstig in Qualitätstitel einzusteigen.

Eine starke Marktposition, ein über Krisen weitgehend erhabenes Geschäftsmodell, Preismacht, Kosteneffizienz und hohes Wachstum sind dabei die Kriterien, die jetzt viele Investoren für die Aktienauswahl anlegen. Immer mehr Banken reagieren auf diesen Trend und geben Empfehlungslisten mit Langfristcharakter. Der Hintergrund ist klar: "Da eine Kaufempfehlung bei uns ein Plus von mehr als zehn Prozent im Jahr bedeutet, wir im Moment aber teilweise Tagesschwankungen von 30 Prozent sehen, können wir eh nichts anderes machen", heißt es aus einer großen deutschen Privatbank.

Beim Wall-Street-Riesen Morgan Stanley hat man auf diese Situation beispielsweise reagiert, indem man die Analysten aufforderte, jeweils das qualitativ beste Unternehmen aus ihrem Sektor herauszufiltern. Diese Auswahl wurde in einer Liste zusammengestellt. "20 for 2012" heißt das Werk, das so bekannte Namen wie Air Liquide, Arcelor Mittal, Iberdrola, Nestlé oder Rolls-Royce enthält. Aber auch hierzulande weniger geläufige Namen wie die britische Standard Bank oder der spanische Satelliten-Spezialist SES finden sich darunter. "Wir werden nicht behaupten, dass diese Werte alles Käufe sind", heißt es in der Studie. Die Stärke der Analysten liegt vielmehr darin, dass sie diese Industrien genau verstehen und dass sie nach Gewinnern und Verlierern unterscheiden können, wenn sich die jeweiligen Branchen weiterentwickeln werden.

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