Aktienindex Bovespa klettert über 27 000 Punkte – Analysten sehen großkapitalisierte Unternehmen im Vorteil: Ausländer heizen Brasiliens Börse an

Aktienindex Bovespa klettert über 27 000 Punkte – Analysten sehen großkapitalisierte Unternehmen im Vorteil
Ausländer heizen Brasiliens Börse an

Nach einem schwachen Jahresbeginn mit Gewinnmitnahmen hat die Börse in Brasilien ihre Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen. Der brasilianische Leitindex Bovespa erreichte jüngst einen zwischenzeitlichen Höchststand von 27 184 Punkten.

SAO PAULO. Innerhalb der vergangenen zwölf Monaten hat der Index damit um ein Drittel zugelegt. Und die meisten Investmentbanken sehen noch weiteres Potenzial in São Paulo: Denn noch liegt der Bovespa rund 25 Prozent unter seinem Rekordhoch aus dem Boomjahr 1997.

Inzwischen sind es vor allem ausländische Investoren, die die Kurse beflügeln. Seit November wächst der Saldo der ausländischen Aktieninvestitionen in São Paulo kontinuierlich. Ausländische Investmentfonds sehen Brasilien als einen der interessantesten Aktienmärkte unter den Schwellenländern. So hat etwa die britische HSBC in ihrem neuen Emerging-Market-Fonds rund 30 Prozent in brasilianische Aktien investiert, vor allem in Titel von Telekomkonzernen und Banken.

Grund für die Zuversicht unter den ausländischen Investoren sind vor allem die soliden Makrodaten: Wegen der weiterhin starken Ausfuhren und der inzwischen angelaufenen Binnenkonjunktur könnte die brasilianische Wirtschaft dieses Jahr rund fünf Prozent wachsen. Die Zentralbank versucht, die Inflation mit hohen Leitzinsen von derzeit sieben Prozent bis zum Jahresende auf fünf Prozent zu drücken. Das bremst zwar die Konjunktur etwas, schafft aber eine solide Basis für das Wachstum im nächsten Jahr. Außerdem sind Reallöhne und Beschäftigung seit Ende 2004 deutlich gestiegen.

Geändert haben sich jedoch die Aktienempfehlungen der Analysten. „Letztes Jahr sind vor allem die Nebenwerte stark gestiegen, jetzt sind die Standardwerte wieder interessanter geworden“, sagt Marcelo Mesquita von UBS in Rio de Janeiro. Die Schweizer Bank konzentriert in ihrem Lateinamerika-Aktienportfolio rund die Hälfte der Mittel auf Brasilien; mexikanische Unternehmen folgen mit rund einem Drittel. Wie alle Investmentbanken empfiehlt die UBS derzeit Bankaktien wie Itaú. Auch Analyst Nami Neneas von Banif Investment Banking sieht ein Kurspotenzial von mehr als 40 Prozent für Itaú bis zum Jahresende.

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