Aktienmärkte der neuen EU-Mitglieder hängen alte Börsen ab
Osteuropa lockt mit hohen Renditen

Wer als Privatanleger überhaupt noch einen Blick auf die Kurslisten geworfen hat, dem bot sich zuletzt meist das immer gleiche Bild: Stagnation. Die internationalen Aktienbörsen rühren sich kaum vom Fleck. Doch es gibt die berühmte Ausnahme von der Regel.

In den vergangenen Wochen und Monaten sind die Börsen einer Region mit verlockenden Perspektiven in den Blickpunkt der Investoren gerückt: die osteuropäischen Aktienmärkte.

Seit Beginn dieses Jahres verzeichnen diese Märkte einen Wertzuwachs von mehr als 35 Prozent, und die repräsentativen Indizes sind im Oktober auf absolute Rekordhöhen gestiegen. Wer vom Kursaufschwung Osteuropas profitieren möchte, muss allerdings nicht direkt in Aktien der an den dortigen Börsen gelisteten Unternehmen investieren. Vielmehr bieten sich für Investments in osteuropäische Aktienmärkte Finanzderivate an. Vieles spricht dafür, dass der Aufwärtstrend weiter anhält.

Der Aufschwung dieser Region während der vergangenen Jahre ist durch den Begriff Konvergenz geprägt. So wurden in einem ersten Schritt im Rahmen der EU-Osterweiterung die zehn ost- und südeuropäischen Staaten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern in den gemeinsamen Wirtschaftsraum aufgenommen. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai dieses Jahres erfolgte die Weichenstellung für das politische und wirtschaftliche Zusammenwachsen.

Die Voraussetzungen für die aufstrebenden Staaten Osteuropas gelten auf Grund der hohen EU-Förderung, die für diese Region in den kommenden Jahren erwartet werden, als sehr günstig. Die Wertpapierbörsen dieser neuen Mitgliedsländer konnten schon bisher von den Konvergenzphantasien profitieren und sich so von den negativen Einflüssen westlicher Leitbörsen weitgehend abkoppeln. Sorgen um Zinserhöhungen, Terroranschläge und das Abflachen der Konjunkturerholung sind auf diesen Märkten eher Fremdworte.

Durch die geringe Korrelation zu den etablierten Börsen Europas gilt heute mehr denn je, dass ein Engagement in die osteuropäischen Märkte zur Risikostreuung bestens geeignet ist. Trotz Vorwegnahme der Beitrittseuphorie hat sich am weit reichenden Optimismus hinsichtlich des Wirtschaftsaufschwungs wenig geändert. Anlass dazu bieten die erwarteten Konjunkturdaten der kommenden Jahre.

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