Aktienmärkte mit hohen Zuwachsraten: Schwellenländer geben das Tempo vor

Aktienmärkte mit hohen Zuwachsraten
Schwellenländer geben das Tempo vor

2007 war erneut ein Jahr der Aktie. Zwar glänzten fast überall auf der Welt die Börsen mit hohen Zuwächsen. Nirgendwo aber ließ sich mit Aktien so viel Geld verdienen wie an den chinesischen Festlandbörsen. Wo Anleger die höchsten Gewinne erzielten und was sich außerhalb der Aktienbörsen tat. Ein Überblick.

FRANKFURT. Die Welt schaut 2008 nach China. Als Ausrichter der Olympischen Sommerspiele präsentiert sich das Land dieses Jahr der Öffentlichkeit. Für die Finanzwelt hingegen war bereits 2007 ein chinesisches Jahr. Zwar glänzten fast überall auf der Welt die Börsen mit hohen Zuwächsen. Nirgendwo aber ließ sich mit Aktien so viel Geld verdienen wie an den chinesischen Festlandbörsen in Schanghai und Shenzhen. Mit knapp 5 340 Punkten lag der CSI-Index der 300 größten Werte der beiden Börsenplätze Ende des Jahres gut zweieinhalb mal so hoch wie zu Beginn. Und das, obwohl der Index bereits 2006 gut 120 Prozent gewonnen hatte.

Angesichts derartiger Kurssteigerungen werden die Warnungen vor einer Blasenbildung und einem folgenden Einbruch an Chinas Börsen lauter. Vier heftigere Kursrückschläge im Februar, Mai, Juni und zuletzt von Mitte Oktober bis Ende November zeigen, dass einige Anleger in der Tat auf den passenden Ausstiegszeitpunkt zu warten scheinen. Unter dem Strich lockt das gewaltige Wirtschaftswachstum in China aber immer noch neues Auslandskapital an. Und für die Chinesen selbst gibt es zu Aktien kaum eine Alternative, da die Zinsen für Spareinlagen mit der Inflation nicht Schritt halten und Anlagen an ausländischen Märkten nicht zugelassen sind.

Wesentlich besser haben es da große internationale Investoren, denen das gesamte Börsen-Universum offen steht. In den abgelaufenen zwölf Monaten konnten sie an zahlreichen Märkten hohe Gewinne erzielen. Von den 90 weltweit wichtigsten Börsen-Indizes, die der Finanzdatenanbieter Bloomberg auflistet, haben nur zehn das Jahr 2009 mit Verlusten beendet. Auf der anderen Seite erzielten mehr als die Hälfte der lokalen Aktienmärkte ein Plus von mehr als 20 Prozent.

Die höchsten Kursgewinne lieferten dabei wie schon in den Vorjahren die so genannten Schwellenländer. Außer China taten sich hier viele weitere asiatische Märkte, insbesondere aber auch zahlreiche Aktienbörsen in den osteuropäischen Staaten hervor. Allerdings hat sich das Interesse der Anleger in dieser Region deutlich verschoben. An Stelle von Polen, Ungarn oder Tschechien stehen jetzt Länder wie die Ukraine, Bulgarien, Slowenien oder Kroatien im Mittelpunkt.

Zu den positivsten Überraschungen des Anlagejahres 2007 zählt sicher der PFTS-Index der Börse Kiew. Im Vorgriff auf die ukrainische Parlamentswahl im Oktober legte das Barometer deutlich zu und stieg auch nach dem Sieg von Julia Timoschenko weiter an, wenn auch mit gemäßigtem Tempo.

Seite 1:

Schwellenländer geben das Tempo vor

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%