Aktienmarkt
Händler, traut Eurem Bauchgefühl!

Gefühle und Leistung gehen Hand in Hand auf dem Aktienmarkt. Eine neue Studie zeigt: Händler, die auf ihr Bauchgefühl hören, verdienen mehr Geld. Auch langjährige Berufserfahrung scheint dabei zu helfen.
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New YorkGelten Bauchgefühle heutzutage als valide Signale für Marktentscheidungen oder sind sie lediglich lästige Anzeichen für Unsicherheit und Zerrissenheit? Inwiefern sollten Händler bei Kapitalmarktentscheidungen dem inneren Antrieb trauen, wenn es um die Bewertung neuer Tendenzen geht?

Ein ehemaliger Derivate-Händler, der inzwischen als Neurowissenschaftler arbeitet, ging genau dieser Frage nach. Und John Coates kam zu dem Ergebnis: Händler, die vermehrt auf die Signale ihres Körpers hören, verdienen mehr Geld und überleben insgesamt länger in der Branche als die Konkurrenz.

Zusammen mit Medizinwissenschaftlern von der University of Cambridge untersuchte er die Physiologie von insgesamt 18 männlichen Hochfrequenzhändlern, die bei einem Londoner Hedgefonds arbeiten. Die Ergebnisse wurden in dieser Woche im Online-Magazin „Scientific Reports“ veröffentlicht. Das Kernresultat: Diejenigen Händler mit Risikoneigung, die ihre eigene Herzfrequenz besser schätzen konnten, verdienen mehr Geld als jene Kollegen, die bei dieser Aufgabe weniger überzeugten.

„Wir wussten, dass Physiologie für gewöhnlich genauer Risiko und Chance auf den Märkten widerspiegelt als die bewussten Bewertungen von Menschen“, sagt Coates in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wenn es derart wertvolle Handelssignale bei unseren Körperreaktionen gibt, ist es dann möglich, dass Menschen, die diese physischen Veränderungen besser bemerken, Zugang zu unbezahlbaren Handelssignalen haben?“

Bei dieser Untersuchung wurden die Testteilnehmer darum gebeten, ohne Pulsfühlung ihre Herzschläge zu zählen – und zwar in zufällig ausgewählten Zeitintervallen. Die Schätzungen, so Coates, wurden in der Folge mit der tatsächlichen Herzfrequenz verglichen.

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Kommentare zu " Aktienmarkt: Händler, traut Eurem Bauchgefühl!"

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  • Ergänzung zu meinem Kommentar vom 20.09.2016, 16:38 Uhr:

    Ich kann nur jedem empfehlen, den brillanten Gastkommentar von Stephan Lessenich auf der letzten Seite der heutigen HB-Wochenendausgabe (23./24./25.9.2016) zu lesen.

    Was da steht, ist die (Wissens-)Grundlage dafür, um nachhaltige Geschäftspolitik betreiben zu können.

    Und auch, um beurteilen zu können, wo sich Investitionen als nachhaltig erweisen dürften.

  • @---Frau Annette Bollmohr

    ja, JEDER kann beim Trading mitmachen. Keiner wird ausgeschlossen und alle haben gleiche Chancen. Egal, ob Urgermane oder Migrant, egal, ob Kind oder eine Frau mit 120 Jahren.

    Das Trading ist unendlich gerecht und es bevorzugt / benachteiligt keinen. Jeder kann hier Multi-Millionär werden und das wünsche ich JEDEM.

  • @Herr Toni Ebert, 20.09.2016, 15:56 Uhr

    "Ich wünsche euch nachhaltige Gewinne."

    Die sind auch absolut wünschenswert, und zwar für jeden.

    Denn wenn eine Geschäftspolitik, die Gewinne generiert nicht nachhaltig ist, werden die Gewinne es auch nicht sein.

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