Aktives Management zahlt sich wieder aus
Profis raten zu Aktien in Asien und Europa

Auch wenn der jüngste Aktienboom das eine oder andere Portfolio wieder weitgehend saniert hat: Die Zeiten, in denen sich das Geld von allein vermehrte, kommen trotzdem nicht wieder, meinen einige der besten deutschen Vermögensverwalter. Im Umfeld niedriger Zinsen, einer drohenden Korrektur an den Aktienmärkten und des Dollarverfalls raten sie zu ähnlichen Strategien: US-Aktien untergewichten, Europa übergewichten und vor allem auch auf Asien setzen. Unternehmensanleihen sind out. Dagegen bleibe Gold nach wie vor ein großes Thema.

DÜSSELDORF. Der wichtigste Trend ist: Aktives Management zahlt sich wieder aus. So haben deutsche Aktienfonds den Dax geschlagen – von Januar bis September 2003 um fünf Prozentpunkte. „Die Zeiten, in denen die Flut alle Schiffe hebt, sind vorbei“, sagt Vermögensverwalter Bert Flossbach von Flossbach & von Storch. Damit komme es jetzt mehr denn je darauf an, Einzelwerte zu analysieren und realistische Kursziele zu entwickeln. Flossbach, dessen Vermögensverwaltung im Ranking des Analyse-Hauses für Vermögensverwalter Firstfive zuletzt Platz eins in der ausgewogenen Risikoklasse belegte, meint, besonders Ölwerte, Konsumgüter und auch Telekommunikationsunternehmen seien häufig noch sehr preisgünstig. Dabei biete Europa weit attraktivere Bewertungen als die USA: „Sie sehen den Unterschied, wenn Sie die Kurs-Gewinn-Verhältnisse von Heineken (15) mit Anheuser Busch (21) vergleichen oder den Ölkonzern Royal Dutch (13) mit Exxon (16,6)“, sagt Flossbach.

Attraktiv findet der Vermögensverwalter auch Total Fina und Eni, außerdem schätzt er Nestlé und Telekomfirmen wie Vodafone. In Asien, wo die höchsten Wachstumswerte zu erwarten seien, empfiehlt Flossbach große internationale Werte, wie etwa den koreanischen Elektronikkonzern Samsung, den japanischen Autohersteller Toyota und den chinesischen Mobilfunkkonzern China Mobile. „Mit der Globalisierung der Arbeitswelt entstehen die Arbeitsplätze zunehmend anderswo, etwa in Indien und China“, meint Flossbach.

Auch Martin Stürner von der Fondsverwaltung PEH Wertpapier AG gewichtet asiatische Märkte über und hat längst Geld aus den USA abgezogen. „Vor allem in Indien sehen wir hochqualitatives Wachstum, China läuft weiter sehr gut“, meint der Manager. Mit dem Mischfonds PEH-Universal-Strategie hat sein Haus nach Auswertung der Ratingagentur Morningstar in seiner Kategorie mit einer jährlichen Rendite-Entwicklung von 7,7 % über die letzten fünf Jahre die beste Wertentwicklung erzielt. Dabei investiert der Fonds sein Aktiendepot grundsätzlich nur in andere Aktienfonds, um eine breite Streuung zu erzielen.

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