Als Beimischung im Depot senkt dieser Derivatetyp das Risiko des Portfolios
Discountzertifikate etablieren sich als eigene Anlageklasse

Das Jahr 1995 war eines der wichtigsten und bedeutendsten Jahre für den deutschen Zertifikatemarkt. Im August 1995 wurde erstmals ein Discountzertifikat in Deutschland an der Börse Stuttgart gehandelt.

Dabei handelte es sich um ein Discountzertifikat auf den Deutschen Aktienindex (Dax) mit einem Cap bei 2 400 Punkten. Für den Anleger ging die Strategie auf: Der Dax notierte bei Fälligkeit des Discountzertifikats am 20. September 1996 oberhalb von 2 400 Punkten, so dass die Emittentin am Fälligkeitstag den Festbetrag in Höhe von 24 Mark zahlte. Der Inhaber des Zertifikats konnte einen Gewinn von 13,69 Prozent einstreichen. Kaum ein anderes Produkt hat es geschafft, sich so nachhaltig am Kapitalmarkt zu etablieren.

Nach Schätzungen des Derivateforums können Discountzertifikate rund ein Zehntel des gesamten Anlagevolumens derivativer Produkte in Deutschland auf sich vereinen – das entspricht einem investierten Kapital von mehr als fünf Mrd. Euro. Neben Privatanlegern überlegen auch immer mehr Bankberater und Vermögensverwalter, in welcher Art und in welchem Umfang Discountzertifikate in einem auf Stetigkeit und Kontinuität ausgerichteten Depot einzubinden sind. Dieser Fragestellung widmet sich eine empirische Studie der tetralog systems AG, die in Zusammenarbeit mit Dresdner Kleinwort Wasserstein und HSBC Trinkaus & Burkhardt erstellt worden ist.

Auf den ersten Blick liefert die Untersuchung die bereits bekannten Ergebnisse. In stark steigenden Märkten ist die Performance im Vergleich zu dem jeweiligen Basiswert unterdurchschnittlich, dafür verlieren Discountzertifikate in schwachen Marktphasen nie mehr als ihr Basiswert. Betrachtet man die Einzelergebnisse genauer, dann ergeben sich jedoch differenziertere Aussagen.

So hat beispielsweise zwischen März 2001 und März 2002 der Dow Jones EuroStoxx 50 ungefähr acht Prozent verloren. Ein Discountzertifikat, das zu Beginn dieses Betrachtungszeitraums mit einem Cap in Höhe von zehn Prozent unterhalb des aktuellen Indexstandes gekauft worden ist, hat in diesem Zeitraum fast zehn Prozent gewonnen – Ertragsverstetigung in Reinkultur. Die Studie geht damit weiter als viele bisherige Untersuchungen, indem sie nicht nur die Renditen in verschiedenen Marktphasen beobachtet, sondern diese Discountzertifikate in anlegertypische Portfolios einbindet. Auf diese Weise untersucht die Studie den erzielten Effekt auf das Gesamtportfolio.

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