Analyse
Charttechnik: Noch ist Luft für den Dax

Der Dax kratzt am Jahreshoch. Viele Experten glauben aber, dass die Luft bald raus sein könnte und die Kurse purzeln. Nicht so die Charttechniker. Sie sagen, dass der Dax durchaus noch einige Punkte klettern dürfte.

HB FRANKFURT. Die deutschen Aktien zeigen weiter Stärke und unternehmen zur Wochenmitte einen erneuten Anlauf auf das bisherige Jahreshoch bei 5 761 Punkten. Aus technischer Sicht könnte es noch weiter aufwärts gehen. Dennoch seien erste Schwächeanzeichen zu erkennen, meinen Analysten.

Nachdem der deutsche Aktienmarkt zum Wochenauftakt leichte Schwächen gezeigt hat, liegt der Leitindex Dax zur Wochenmitte bei 5 728 Punkten rund 0,35 Prozent im Plus. Im Mittelpunkt des Interesses steht am Mittwoch die Sitzung der US-amerikanischen Notenbank FED. „Am Markt wird im Allgemeinen erwartet, dass die FED ihre Politik des billigen Geldes fortsetzt und den Leitzins nahe Null belässt, um der Konjunktur weiter unter die Arme zu greifen. Das treibt die internationalen Aktienmärkte an“, kommentiert ein Händler. Technische Analysten sehen zwar erste Ermüdungserscheinungen beim Dax, trauen dem Index aber dennoch weiteres Aufwärtspotenzial zu.

Die zumeist institutionellen Anleger im ETF-Handel zeigen sich zur Wochenmitte überwiegend pessimistisch und trennen sich von ETFs auf den deutschen Leitindex Dax iShares Dax (DE) (WKN 593393) und Lyxor ETF DAX (WKN LYX0AC). „Vor allem beim iShares Dax (DE) kommen stetig Pakete zurück“, berichtet ein Händler. Beim iShares DJ Euro Stoxx 50 (DE) (WKN 593395) ist das Bild nach Auskuft der zuständigen Market Maker zwar etwas gemischter, der allgemeine Trend zeige jedoch gen Süden: „Auch die breiter gefassten Indizes wie etwa der Stoxx 600, die in den vergangenen Wochen noch gefragt waren, stehen aktuell auf der Verkaufsliste. Ganau so sieht es bei Smallcaps aus.“

Begrenztes Aufwärtspotenzial

Rainer Sartoris, technischer Analyst der HSBC Trinkaus, traut dem Dax aktuell nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial zu. Zwar schlage sich der Index weiter wacker und habe nach einer leichten Korrektur zum Wochenauftakt einen großen Teil der Verluste wieder aufgeholt, der Jahreshöchststand bei 5.761 Punkten sei bisher aber noch nicht geknackt worden. „Ein Sprung über diese Marke wäre die Voraussetzung für das Freisetzen von einem neuen nachhaltigem Aufwärtspotential.

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