Analysten-Award 2012
Wie Starmine die besten Analysten findet

Das US-Analysehaus Starmine hat für den Handelsblatt Analysten-Award gut 1600 Aktienbeobachter beobachtet.
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FrankfurtUnter den gut 1600 Analysten für deutsche Aktien gibt es beträchtliche Unterschiede in der Qualität ihrer Arbeit. Folglich fällt die Treffsicherheit ihrer Anlageempfehlungen sehr unterschiedlich aus. Das stellen die Experten von unabhängigen Finanzdienstleistern, die die Aktienspezialisten genau beobachten und beurteilen, immer wieder fest. Das US-Analysehaus Starmine zum Beispiel bewertet die Qualität von Analysten nach einer objektiv-statistischen Methode anhand der Ergebnisse von Aktienempfehlungen und der Genauigkeit der Gewinnschätzungen.

Starmine, das zum weltgrößten Finanzdatenanbieter Thomson Reuters gehört, nutzt dazu die Daten seines Mutterkonzerns. Um sich für das Starmine-Analystenranking über alle Branchen zu qualifizieren, muss ein Analyst im entsprechenden Zeitraum – für den Analysten-Award 2012 gilt das Kalenderjahr 2011 – mindestens fünf Aktien in Deutschland beobachtet haben. Für die Bewertung in den Sektoren muss ein Analyst mindestens fünf Aktien einer Branche im Blick haben beziehungsweise drei oder ein Drittel der Aktien eines Sektors mit weniger als 15 Titeln.

Um die Güte von Aktienempfehlungen zu bewerten, bildet Starmine für jeden Analysten ein Musterportfolio. Je nach Empfehlung kommen mehr oder weniger Aktien in das Portfolio. Für ein „Strong Buy“ legt Starmine zwei Aktien hinein, für ein „Buy“ eine. Steht ein Analyst einer Aktie „neutral“ gegenüber, geschieht nichts. Bei einer Verkaufsempfehlung werden Aktien leer verkauft. Auf diese Weise verfolgt Starmine die Portfolioentwicklung.

Die Performance des Analysten wird mit einem entsprechenden Referenzindex abgeglichen, um die Leistungen der Analysten verschiedener Branchen vergleichen zu können. Wer mit seinem Musterportfolio besser als der Referenzindex abschneidet, qualifiziert sich für das Ranking. Ranglisten gibt es für jeden Sektor sowie für Aktientipps und Gewinnschätzungen über alle Sektoren hinweg.

Für die Bewertung der Qualität von Gewinnschätzungen vergleicht Starmine die Analysten mit ihren direkten Konkurrenten und teilt ihnen einen Platz auf einer Skala zwischen null und hundert zu. Für die Auszeichnung „Bester Broker“ werden die Awards aller Analysten eines Hauses addiert. Der Broker mit den meisten Preisen gewinnt. Für den Analysten-Award 2012 werden die Gewinnschätzungen für den Zeitram zwischen dem 1.April 2011 und dem 31. März 2012 herangezogen.

Einige andere Rankinganbieter arbeiten ebenfalls nach einer statistischen Methode wie die britische Gesellschaft AQ sowie das „Information System for Analysts (ISFA)“ aus der Schweiz. Auf breite Befragungen unter Vermögensverwaltern setzen andere Rankings wie der Informationsdienst Thomson Reuters Extel. Die Umfragen gelten als besonders aussagekräftig für Profiinvestoren, die mit großen Wertpapierhäusern zusammenarbeiten.

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