Analysten erwarten steigende Kurse – Die Branche profitiert von Rekordinvestitionen der Ölmultis und Bergbaukonzerne
Rohstoff-Zulieferer verdienen prächtig

Der Rohstoffboom sorgt bei den Zulieferern und Serviceunternehmen rund um die Wirtschaftszweige Energie und Metallbergbau für Hochkonjunktur. Die Aktien dieser Branche stehen nach Analysteneinschätzung im Schatten der Titel von Ölmultis und Bergbaukonzernen und bergen noch großes Kurspotenzial.

FRANKFURT/M. Das Interesse der Anlagefachleute richtet sich vor allem auf die Weltmarktführer aus den USA: Caterpillar baut Schwermaschinen für den Bergbau; Schlumberger bietet Dienstleistungen für die Ölförderung an. Aber auch die Konkurrenten profitieren von der Einschätzung, dass der Rohstoffboom noch lange anhält – und die Branche vor Rekordinvestitionen steht, um die Kapazitäten auszuweiten und die Anlagen zu modernisieren. Das verspricht hohe Gewinne und Kurse.

„Die meisten Ölförderländer haben ihre Kapazitäten schon jetzt so stark ausgereizt, dass keine Ausweitung mehr möglich ist“, sagt Robin Batchelor, Fondsmanager des „World Energy Fund“ von Merrill Lynch Investment Managers. Jeffrey Currie von der Investmentbank Goldman Sachs erwartet, dass die auf riesigen Geldbeständen sitzenden Ölkonzerne auf der Suche nach neuen Ölfeldern in den nächsten Jahren hohe Investitionen tätigen werden. Eine solche Entwicklung ist im Bergbau bereits seit einigen Monaten zu beobachten. Die Fachleute des kanadischen Finanzhauses Canaccord Capital prognostizieren, die Investitionen zur Suche und Erschließung neuer Metallvorkommen erreichten in diesem Jahr Rekordmarken.

Der Grund für den Optimismus: Die Rohstoffproduzenten stellen sich auf einen Rohstoff-Superzyklus ein und geben ihre Investitionszurückhaltung auf. Noch bis vor kurzem hatten vor allem die Ölkonzerne selbst Zweifel an der Nachhaltigkeit der hohen Ölpreise geäußert. Inzwischen hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass Rohöl nicht mehr zu den billigen Preisen der 90er-Jahre zu haben sein wird. Die Analysten seien bei ihren Prognosen der Rohstoffpreise und der Gewinne von Rohstoffproduzenten in der jüngsten Vergangenheit stets zu pessimistisch gewesen, sagt Batchelor. Dies gelte auch im Hinblick auf die Gewinnprognosen der Zulieferindustrie, sagt Ben Cherniavsky von Raymond James Canada.

Gute Karten haben die Branchengrößen. Andrew Casey von Prudential rät zur Übergewichtung der Caterpillar-Aktie. Wegen des weltweit „brummenden Geschäfts“ werde das Unternehmen vor Ende des Jahres 2007 über einen freien Cash-Flow von acht Mrd. Dollar verfügen. Dieser dürfte in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückfließen.

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