Analysten rechnen mit steigenden Gewinnen
Geplante Steuerreform beflügelt Börsen

Das Ziel von Regierung und Opposition, die Körperschaftsteuer von 25 auf 19 Prozent zu senken, wird sich nach Einschätzung von Experten positiv auf die Börsenkurse auswirken und ausländisches Kapital anlocken.

chs/scc/HB DÜSSELDORF. „Die Signalfunktion einer niedrigeren Steuerrate und die steigende Transparenz durch den Abbau von Steuervergünstigungen machen Deutschland attraktiver für ausländische Investoren“, sagte Martin Kachelrieß von der Hypo-Vereinsbank. Ralf Zimmermann vom Bankhaus Sal. Oppenheim schätzt, dass die Gewinne der 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Konzerne im Falle der Steuersenkung „insgesamt um drei bis vier Prozent steigen“. Dies verbessere die Stimmung an den Märkten.

Besonders stark profitieren dürften Unternehmen, die einen großen Teil ihrer Körperschaftsteuer hier zu Lande entrichten. Dazu zählen Konzerne wie die Deutsche Telekom, die Deutsche Post, aber auch Continental und die Lufthansa.

Allerdings würde die im Gegenzug geplante Streichung von Steuervorteilen einzelne Branchen unter Druck setzen. Im Gespräch ist etwa, die Steuervorteile für Medienfonds zu streichen. Finanzpolitiker erhoffen sich dadurch Einsparungen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro. Nach Einschätzung von Michael Oehme vom Verband Deutscher Medienfonds ist diese Zahl unrealistisch. Die Branche habe 2004 lediglich 1,5 Mrd. Euro eingesammelt. Außerdem hätten die Fonds in den vergangenen Jahren erfolgreiche deutsche Filmproduktionen ermöglicht und Arbeitsplätze geschaffen. Es sei absurd, „für eine angebliche Joboffensive Zehntausende von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen zu vernichten“.

Die Gegenfinanzierung ist auch zwischen Regierung und Opposition noch umstritten. CDU-Chefin Angela Merkel forderte konkrete Vorschläge der Regierung. Es sei allein deren Aufgabe, die Gegenfinanzierung auf die Beine zu stellen.

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