Analysten versprechen sich von Geldanlagen in den Schwellenländern hohe Renditen
Investoren schätzen Asien und Brasilien

Der Trend hält nun bereits seit geraumer Zeit an: Die mit hohen Renditen lockenden Schwellenbörsen lassen die etablierten Finanzmärkte weit hinter sich. Daran haben auch die jüngsten Kursrückschläge – gemessen an den viel beachteten MSCI-Indizes – nichts geändert. Experten sind zuversichtlich, dass die so genannten Emerging Markets den Aufwärtstrend fortsetzen werden. Gute Chancen sehen die Fachleute vor allem in Asien und Lateinamerika.

HB DÜSSELDORF. Die Märkte der Schwellenländer gelten als spekulative Anlageklasse, die mit hohen Renditen lockt. Als Emerging Markets werden in der Regel Länder bezeichnet, die ein Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 10 000 Dollar im Jahr erwirtschaften. Es gibt allerdings keine allgemein gültige Definition. Unterschieden werden drei regionale Schwerpunkte: Asien, Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa. Hinzu kommen noch Südafrika und Russland.

Oliver Stönner-Venkatarama wertet die Korrektur der Schwellenbörsen seit Anfang Oktober als nicht überraschend. Nach Einschätzung des Commerzbank-Experten sollte der Kursrückgang nicht als „Signal für eine bevorstehende Negativdynamik in den Emerging Markets interpretiert werden“. Dies gelte sowohl für Anleihen als auch für Aktien aus diesem Anlagesegment. Entscheidend sei, dass in den zentralen Märkten im Zuge der inzwischen niedrigeren Zinsen wichtige strukturelle Verbesserungen erreicht worden seien.

So lobte auch Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, soeben in einer Asien-Analyse: „Singapur überzeugt weiterhin mit seinem Wirtschaftsboom und seiner großen Entschlossenheit, durch strukturelle Reformen das Wachstum zu fördern.“

Thomas Gerhardt, Chef des Schwellenländerteams der Fondsgesellschaft DWS, setzt ebenfalls weiterhin auf diese Anlageklasse. Nach seiner Beobachtung waren darin zeitweise viele Anleger investiert, „die keine klassischen Emerging-Markets-Investoren sind“. Dazu zählten etwa Hedge-Fonds, aber auch institutionelle Investoren, die üblicherweise nicht in diesen Märkten anlegten. „Dieses Geld wird relativ schnell wieder abgezogen, es werden Gewinne mitgenommen“, sagt Gerhardt, was wiederum die Kursabschläge verursacht habe.

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