Angriff auf Google-Internetseite beeinträchtigt Emission nicht – Hersteller von Schutzsoftware setzen Kursrally fort
Computerviren infizieren die Börse

Die Hacker hätten keinen besseren Zeitpunkt auswählen können: Ausgerechnet an dem Tag, als die Preisspanne für Google-Aktien bekannt wurde, legte ein Computerwurm die Suchmaschine zeitweise lahm. Experten sehen in dem Vorfall zwar kein Risiko für den Börsengang – vor allem, da auch die Seiten der anderen Suchmaschinen betroffen waren.

NEW YORK/DÜSSELDORF. Dennoch haben die PC-Schädlinge schon längst die Börse infiziert. Denn mit der zunehmenden Zahl von Viren und ihrer Zerstörungswut steigt das Sicherheitsbedürfnis von Privatanwendern und Unternehmen – zur Freude der Herstellen von Sicherheitssoftware. Ihre Aktienkurse legen stetig zu.

Seit Mitte der achtziger Jahre ist die Zahl der Viren rasant gestiegen. Mittlerweile zählen Experten jeden Monat mehrere hundert neue Angriffe. Da die Programme immer heimtückischer und das Internet nebst PC als Arbeitsmittel mittlerweile unverzichtbar geworden ist, nimmt die Höhe der angerichteten Schäden ebenfalls zu. So beziffern Branchenexperten die Kosten, die allein der Internetwurm Mydoom anrichtete, auf über 15 Mrd. Dollar.

Die Hersteller von Schutzsoftware verzeichnen dank der Flut an Würmern, trojanischen Pferden und Viren, die auf der Suche nach Sicherheitslücken durch das weltweite Datennetz eilen, Rekordgewinne. Und parallel zur jüngsten Attacke haben sie ihre Prognosen für das laufende Jahr sogar noch erhöht.

Trend Micro, mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent weltweit die Nummer drei unter den Herstellern von Anti-Viren-Software, hat erst gestern den erwarteten Gewinn für das erste Quartal um 45 Prozent angehoben. Grund genug für viele Analysten wie Hiroshi Kamide von KBC Securities die Aktie von „halten“ auf „kaufen“ hochzustufen.

Seite 1:

Computerviren infizieren die Börse

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%