Anlage: Wein bietet Anlegern hohe Prozente

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Wein bietet Anlegern hohe Prozente

Wer glaubt, zuletzt mit Aktien oder Rohstoffen gute Investmentresultate erzielt zu haben, sollte aufwachen. Hätte er sein Geld vor fünfzehn Jahren in erstklassige Qualitäten Bordeaux- oder Burgunder-Wein gesteckt, könnte er sich heute in etwa über eine Versiebenfachung des Kapitals freuen.

FRANKFURT. Das Interesse von „Wein-Sammlern“ ist zuletzt analog zu den steigenden Aktienkursen gestiegen. Dies hat die Preise in die Höhe katapultiert. „Es sind nicht nur reiche Londoner Investmentbanker, sondern auch neureiche Russen und Chinesen, die Wein sammeln und die Preise in die Höhe treiben", sagt James Miles, Gründer der Handelsplattform Liv-Ex.com. Der Liv-Ex-100-Weinindex ist 2006 um rund 50 Prozent in die Höhe geschossen.

Der vom US-Fachmagazin Wine Spectator publizierter Wein-Index erklomm Ende 2006 ein neues Allzeithoch. Der für die Berechnung des Indexes zuständige Peter Meltzer zeigt den Aufschwung am Beispiel eines 1982er Rotweins von Mouton-Rothschild. Seinerzeit kostete eine Flasche 33 Dollar – Ende 2006 fiel der Hammer des Auktionators bei Sothebys bei 1 750 Dollar.

Auch wenn Wein heute ein beliebtes Wirtschaftsgut ist und die Branche nach Angaben der Organisation Vinexpo weltweit einen Umsatz von rund 110 Mrd. Dollar generiert, müssen Anleger wissen, dass das Sammeln dieses „liquiden Kulturguts“ zahlreiche Haken hat. Interessenten sollten zumindest über ein Basiswissen verfügen. „Direktinvestitionen in Wein sind nur Experten zu empfehlen“, sagen die Fachleute von Credit Suisse. Wein ist ein vielfältiges Wirtschaftsgut und nur schwer zu standardisieren. Als Frankreichs Börse vor Jahren versuchte, Futures auf Wein einzuführen, scheiterte dies auch daran, dass der Kontrakt vom Markt nicht als „Wein-Standard“ anerkannt wurde. Wein ist also eine illiquide Anlageklasse. Im Gegensatz zu Devisen, Aktien und Anleihen gibt es hier keinen täglichen Handel und damit keine Preisfeststellung.

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