Anlageberatung
Nicht ohne meinen Berater

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Welche Bank am besten abschneidet

S.W.I. Finance hat für das Handelsblatt die Anlageberatung der sechs größten bundesweit aktiven Filialbanken, der größten Sparkasse und der größten Volks- und Raiffeisenbank untersucht. Das Analysehaus hat dabei sowohl die Beratung für Wertpapier-Interessenten als auch jene für Sparer unter die Lupe genommen. Beide Varianten flossen jeweils zur Hälfte in die Gesamtnote ein. Unterm Strich erzielten die getesteten Institute ein gutes Ergebnis. Die Beratungsgespräche zu Wertpapieren bekamen etwas bessere Bewertungen als die Gespräche zu Sparanlagen, weil die Berater dabei den Bedarf ihrer Kunden im Schnitt gründlicher analysierten.
Die Tester untersuchten bei der Anlageberatung beiderlei Couleur jeweils drei Aspekte. Erstens: die Qualität der Bedarfsanalyse. Dabei schauten sie sich an, wie gründlich die Berater die Lebens- und Finanzsituation der Kunden untersuchten. Zweitens: die Lösungskompetenz. Die Bank-Experten sollten Fragen ihrer Kunden möglichst vollständig und korrekt beantworten und individuell beraten. Drittens: die Serviceorientierung. Hier wurden Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft bewertet – etwa, wie viel Zeit sich die Berater für das Gespräch nahmen.

Die Commerzbank schnitt unter den Testkandidaten insgesamt am besten ab. Ihre Mitarbeiter punkteten vor allem bei der Beratung zu Sparanlagen. „Die Berater gingen individuell auf ihre Kunden ein und überzeugten mit passenden Produktvorschlägen“, heißt es von S.W.I. Finance. Auch bei der Wertpapierberatung erzielte das Institut ein gutes Ergebnis.
Auf Platz zwei der Gesamtwertung steht die Deutsche Bank. Sie schnitt bei der Wertpapierberatung am besten ab. Vor allem die Bedarfsanalyse konnte die Tester überzeugen. „Die Mitarbeiter gingen ausführlich auf die Lebenssituation ein und erfragten die persönlichen Anlageziele sowie die Risikobereitschaft überdurchschnittlich gut“, so das Fazit des Analysehauses. Weiterer Pluspunkt: die Berater stellten die Kosten von Anlageprodukten transparent dar. Bei der Sparanlageberatung schnitt die Deutsche Bank etwas schlechter ab, lieferte aber immer noch eine ordentliche Leistung.
Den letzten Platz belegt die Targobank. Ihre Beratung zu Wertpapieren war zwar nicht die schlechteste unter den getesteten Instituten – diese zweifelhafte Ehre kommt der Postbank zu. Allerdings zog eine schlechte Bewertung bei der Sparanlageberatung die Targobank in der Gesamtwertung nach unten. „Defizite zeigten sich unter anderem bei der Analyse der finanziellen Rahmendaten der Kunden. Die Angestellten erkundigten sich in keinem einzigen der insgesamt vier Gespräche nach den laufenden Darlehen ihrer Kunden“, monieren die Tester.

Kommentare zu " Anlageberatung: Nicht ohne meinen Berater"

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  • 90% der Banken verkaufen Produkte die am meisten Provision bringen, aber nicht die bestenProdukte für die Bedürfnisse des Kunden sind. Anlageberatung ist eben genauso wie der Steuerberater oder sonstige Berater nicht kostenlos.

    Seit ich mich nach 40 Jahren von vertriebsorientierten Anlagemodellen befreit habe und
    Honorarberatung in anspruch nehme bin ich frei und schlafe wieder gut.

    Das kostet natürlich Honorar. Sichtbar und transparent aber fair.

    Insofern ist der Artikel irreführend und nicht wahr.

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