Anlageempfehlung
Deutsche Aktien und Schwellenländer haben Potenzial

Auch im kommenden Jahr werden die Märkte volatil sein. Für Anleger bedeutet dies, dass sie ihre Investitionen möglichst breit streuen sollten. Deutsche Aktien bieten dabei gute Chancen. Auch Brasilien, Cina und Indien sind für Anleger interessant.
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DÜSSELDORF. Eine mögliche Ausweitung der EU-Verschuldungskrise und eine drohende Eskalation im internationalen Währungsstreit sorgen für Verunsicherung an den Märkten. Auch im kommenden Jahr rechnen wir mit volatilen Märkten und häufigen Richtungswechseln. Für Anleger hat das eher niedrige Wertentwicklungen zur Folge – zumindest im Vergleich zu früheren Jahren. Dies ist einerseits dem historisch niedrigen Zinsumfeld geschuldet, andererseits der globalen Wachstumsschwäche.

Kaufen und halten ist keine gute Strategie mehr

Anleger sollten ihre Investitionen möglichst breit streuen und auf verschiedene Anlageklassen und Länder setzen. Das beinhaltet Aktien, Renten, Rohstoffe und Geldanlagen. Außerdem sollten Anleger den Markt im Auge behalten und vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Einschätzung laufend Anpassungen vornehmen. Kaufen und halten ist für mittel- bis langfristige Anlagen keine gute Strategie mehr.

Eine Verteilung der Anlagen nach Risikogehalt ist sinnvoller als eine reine Kapitalgewichtung nach Anlageformen. Anleger sollten ihre eigene Risikobereitschaft realistisch einschätzen und darauf aufbauend Risikobudgets mit festen Obergrenzen definieren.

Im Aktienmarkt sehen wir Deutschland deutlich stärker als den Rest Europas. Wir erwarten gute Chancen für deutsche Exportwerte und Titel aus den Bereichen Versorgung und Telekommunikation. Deren Dividendenrenditen liegen zum Teil deutlich über den Renditen der Anleihen der jeweiligen Unternehmen. Außerdem haben sich im vergangenen Jahr die Bilanzen vieler Firmen erholt.

Den Bankensektor allerdings sehen wir aufgrund der Belastungen durch Refinanzierungsprobleme in einigen Ländern, Kreditausfälle und steigende Eigenkapitalanforderungen weiterhin unter Druck. Weltweit erwarten wir, dass sich die Gewichte in den nächsten Jahren deutlich in Richtung Emerging Markets verschieben. In den kommenden Jahren dürften sie die entwickelten Länder gemessen an ihrer Wirtschaftskraft sogar überholen. Dieses rasante Wirtschaftswachstum ist nicht zuletzt auf die umfangreiche Produktion von Industriegütern zurückzuführen. Ein niedriges Lohnniveau sowie eine hohe Produktivität bilden günstige Rahmenbedingungen für die stark exportorientierten Wirtschaften.

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Kommentare zu " Anlageempfehlung: Deutsche Aktien und Schwellenländer haben Potenzial"

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  • Die börse hat schon seit langem nichts mehr mit ihrer ursprünglichen idee was zu tun. Die börse ist heute ausschließlich ein zweites Las Vegas, nur mit beträgen in der dritten Potenz.

    So lange sich diese Parasiten von den Zentralbanken ohne Einschränkung, fast zinslos, schon im Stundenrhythmus mit Milliarden versorgen können, als Sicherheit wird Toilettenpapier akzeptiert, genau so lange geht es aufwärts an den börsen. Die Zentralbanker sind jetzt in einer Zwickmühle. So bald sie auch nur einen einzigen Cent/Penny zurückfordern, oder den Heroinnachschub an die Süchtigen unterbrechen, kracht das Kartenhaus börse wie Staub in der Wüste in sich zusammen. Also nicht ob, sondern wann.
    Und das „Wann“ ist nicht mehr weit entfernt. Europas bankster wurden in den letzten zwei Jahren von der EZb und den Staaten mit 4589 Milliarden Euro vor dem Zusammenbruch bewahrt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUStaaten-greifen-fuer-krisengeschuettelte-banken-tief-in-die-Taschen/story/26492176

    Und von den 3300 Milliarden Dollar der Fed waren europäische banskter die Hauptnutznießer.
    http://www.sueddeutsche.de/geld/us-notenbank-geld-fuer-alle-1.1031136
    Doch damit wurde das Problem nicht gelöst, sondern im Gegenteil, massivst vergrößert.

    --- 18,2 billionen Euro faule Werte vergiften europäische banken ---
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-banken?from=gl.home_Wirtschaft

    Und so kurz vor dem Kollaps soll man sein Geld noch in Aktien wegwerfen?
    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen günstig und sicher in Edelmetalle umzuschichten.
    Wer Gold besitzt, hat immer Geld! Alan Greenspan - ehemaliger Chef der Notenbank FED
    Und erst nach dem Crash sein Geld wieder in Aktien umschichten in Firmen, die dann noch existieren.

  • "Kaufen und halten ist für mittel- bis langfristige Anlagen keine gute Strategie mehr."

    Von wegen. Habe mir Ende 2009, 6000 infineon Aktien ins Depot gelegt. Jetzt nach einem Jahr bin ich gut im Plus. Soviel zum Thema buy and Hold Strategie.

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