Anlagestrategie Das würde Buffett niemals tun

Warren Buffett häuft erfolgreich Vermögen an – auch, weil er einige Anlagestrategien strikt vermieden hat. Warum der Star-Investor nicht viel von Konjunktur-Prognostikern, Formeln und Altersgrenzen hält.
Der 85-Jährige besitzt laut Forbes ein Vermögen von 61,5 Milliarden Dollar. Quelle: dpa
Warren Buffett

Der 85-Jährige besitzt laut Forbes ein Vermögen von 61,5 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)

SeattleDie Volatilität hat die Märkte fest im Griff. Und so mancher Anleger fragt sich: „Was würde Warren Buffett tun?“ Dabei hat der inzwischen 85 Jahre alte Milliardär ihnen womöglich schon zahlreiche Ratschläge erteilt – in seinen öffentlichen Äußerungen sowie den jährlichen Briefen an die Aktionäre seiner Gesellschaft Berkshire Hathaway. Egal ob man ein Hauskäufer ist, der über eine Hypothek nachdenkt, oder ein Manager, der eine Übernahme erwägt – Buffett hat für fast jeden, der ein rationaleres und finanziell erfolgreiches Leben führen will, einen Rat.

Auf der anderen Seite hat der Investmentguru eine Reihe von Empfehlungen abgegeben, welche Sachen Investoren, Unternehmensmanager und seine eigenen Mitarbeiter unbedingt vermeiden sollten. Am Samstag steht der nächste Aktionärsbrief des sogenannten „Orakels von Omaha“ an. Also ist es höchste Zeit, einmal einen Blick auf das zu werfen, was Buffett niemals tun würde – und was Sie vermutlich auch nicht tun sollten.

Mit diesem Portfolio ging der Starinvestor in die Krise

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
Xetra

-1,65 -0,91%
0,00€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
MunichRe
1 von 46

Warren Buffett hat im vergangenen Jahr seinen Anteil am Rückversicherungskonzern Münchener Rück (MunichRe) von zwölf Prozent auf 4,6 Prozent reduziert. Es ist eine der wenigen bekannten außer-amerikanischen Positionen.

Die 13-F Pflichtveröffentlichungen umfassen nur US-Positionen – und die auch immer nur zum letzten Quartalsstichtag. Die nun veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf das vierte Quartal des vergangenen Jahres zum Stichtag 31.12.2015.

Es ist damit das Portfolio, mit dem Buffett in das turbulente Börsenjahr 2016 gestartet ist. Seit Anfang Januar sind die Weltbörsen um mehr als 10 Prozent abgestürzt.

KINDER MORGAN INC. REGISTERED SHARES P DL -,01

WKN
ISIN
US49456B1017
Börse
L&S

+0,34 +2,44%
+14,41€
Chart von KINDER MORGAN INC. REGISTERED SHARES P DL -,01
Kinder Morgan
2 von 46

Der Ölpreisverfall konnte Warren Buffet nicht schrecken. Im vierten Quartal 2015 war er groß beim amerikanischen Energie-Giganten Kinder Morgan eingestiegen.

Buffetts Anteile: 26,5 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: unverändert

CHICAGO BRIDGE & IRON CO. N.V. REG. SHS(N.Y.REGIST.)/1 EO-,01

WKN
ISIN
US1672501095
Börse
STU

0,00 0,00%
0,00€
Chart von CHICAGO BRIDGE & IRON CO. N.V. REG. SHS(N.Y.REGIST.)/1 EO-,01
Chicago Bridge
3 von 46

Aus dem Depot geflogen

Den Anteil an Chicago Bridge, einem Anlagenbauer für die Chemie- und Ölindustrie, hatte der Investor zwischen April und Juni reduziert und die Position im dritten Quartal noch einmal drastisch abgebaut. Im viertel Quartal stieß er sie Anteile nun komplett ab.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im vierten Quartal 2015: Anteil um 100 Prozent abgebaut

AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US0258161092
Börse
Xetra

+0,52 +0,61%
0,00€
Chart von AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20
American Express
4 von 46

Die vier wichtigsten Titel (1/4)

Fast 60 Prozent des Aktienwerts in Warren Buffetts Portfolio geht auf vier Einzeltitel zurück. Dazu zählt der Kreditkartenanbieter American Express. An der Beteiligung hat sich auch im vierten Quartal nichts geändert.

Buffetts Anteile: mehr als 151 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: unverändert

COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25

WKN
ISIN
US1912161007
Börse
Xetra

-0,11 -0,29%
0,00€
Chart von COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25
Coca Cola
5 von 46

Die vier wichtigsten Titel (2/4)

Der bekennende Limonaden-Trinker Buffett hält im ersten Quartal 2016 nicht an allen seinen Coca-Cola-Aktien fest. Der bekennende Cherry-Coke-Fan verkauft fast 1,8 Millionen Anteilscheine. Dennoch gehören ihm fast zehn Prozent der gesamten Anteile an dem Konzern.

Buffetts Anteile: 398,2 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: minus 0,4 Prozent

INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US4592001014
Börse
L&S

-0,89 -0,71%
+123,29€
Chart von INTL BUSINESS MACHINES CORP. REGISTERED SHARES DL -,20
IBM
6 von 46

Die vier wichtigsten Titel (3/4)

Software-Hersteller IBM gilt als dritter Liebling im Buffett-Portfolio. Im ersten Quartal 2016 baut er die Beteiligung leicht aus, nachdem er sie zuletzt im ersten Quartal vergangenen Jahres um drei Prozent aufgestockt hatte. Buffett hält insgesamt acht Prozent der Unternehmensanteile.

Buffetts Anteile: 79,54 Millionen
Veränderung im ersten Quartal 2016: +0,2 Prozent

WELLS FARGO & CO. REGISTERED SHARES DL 1,666

WKN
ISIN
US9497461015
Börse
Xetra

+0,21 +0,44%
0,00€
Chart von WELLS FARGO & CO. REGISTERED SHARES DL 1,666
Wells Fargo
7 von 46

Die vier wichtigsten Titel (4/4)

Der US-Finanzdienstleister bleibt ein Favorit des „Orakels von Omaha“. Im ersten Quartal vergangenen Jahres hatte Buffett sein Anteile an Wells Fargo zuletzt leicht aufgestockt, genau so tut er es 2016. Er hält etwa 24 Prozent des Konzerns.

Buffetts Anteile: 478,88 Millionen Stück
Veränderung im ersten Quartal 2016: plus 1,9 Prozent

Investments

Seien Sie nicht zu stark auf die täglichen Schwankungen am Aktienmarkt fixiert: „Spiele werden von denen gewonnen, die sich auf das Spielfeld konzentrieren, nicht jenen, die ihren Blick nur auf die Anzeigetafel richten. Wenn Sie Samstage und Sonntage genießen können, ohne einen Blick auf die Aktienkurse zu richten, sollten Sie dies auch unter der Woche versuchen.“ So schrieb es Buffett in einem 2014 veröffentlichten Brief.

Freuen Sie sich aber nicht zu sehr über Investmentgewinne, wenn der Markt insgesamt zulegt: „Es gibt keinen Grund, wegen der Gewinne im Jahr 1995 Freudensprünge zu vollführen. In dem Jahr konnte jeder Dummkopf satte Gewinne am Aktienmarkt einfahren. Und genau das haben wir getan“, erklärte der Investor 1996.

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