Anlagestrategie Der Börsen-Schicksalsmonat September

„Remember to come back in September“ hallt es jetzt wieder den Anlegern von überall entgegen. Warum dem Monat diesmal eine besondere Rolle zukommt und was Anlegern bevorsteht. Eine Bestandsaufnahme.
3 Kommentare
Die Dax-Tafel an der Frankfurter Börse: Im September entscheidet sich, ob der Dax in diesem Jahr noch einmal durchstartet. Quelle: dapd

Die Dax-Tafel an der Frankfurter Börse: Im September entscheidet sich, ob der Dax in diesem Jahr noch einmal durchstartet.

(Foto: dapd)

FrankfurtEine altbekannte Börsenweisheit lautet: „Sell in May and go away.“ Nur wenige kennen den zweiten Teil: „Remember to come back in September.“ Gestern hat der neue Monat begonnen – was steht den Anlegern bevor?

Während der erste Teil der Regel in diesem Jahr den Realitätstest bestanden hat – der Dax hatte Anfang Mai sein Jahreshoch bei 7.527 Punkten erreicht und notierte zum Wochenschluss knapp 2.000 Punkte darunter –, ist die Aussagefähigkeit für den September weit weniger gegeben.

Wer in den vergangenen Jahren, von 2007 bis 2010, danach gehandelt hat, der ist in einem Monat wieder eingestiegen, in dem sich der Dax besser entwickelt hat als im Jahresdurchschnitt. Wer hingegen in den 19 Jahren davor zwischen 1987 und 2006 im September gekauft hat, der musste mit ansehen, wie der Dax im Schnitt 4,4 Prozent in dieser Zeit eingebüßt hat. Unabhängig von den reinen Zahlen war der September in den vergangenen zehn Jahren häufig ein brisanter Monat. Regelmäßig fanden Ereignisse statt, auf die nicht nur die Börsenwelt gänzlich unvorbereitet war:

Dax-Entwicklung im September im Vergleich zum Jahresdurchschnitt, in %

Dax-Entwicklung im September im Vergleich zum Jahresdurchschnitt, in %

Etwa die Anschläge vom 11. September 2001, oder ein Jahr später die Rezessionsängste in den Vereinigten Staaten und der nahende Irak-Krieg. 17 Prozent verlor der Dax in dem einen Jahr, 25 Prozent im folgenden. Als 2008 am 15. September die amerikanische Bank Lehman Brothers pleiteging, hatte das kurioserweise in den zwei Wochen bis zum Monatsende keine verheerenden Folgen. Die kamen erst danach.

Grund also, nach den rapiden Verlusten der vergangenen Wochen den September 2011 genauer unter die Lupe zu nehmen. Vier Punkte werden entscheidend sein.

Die Schuldenkrise
Seite 12345Alles auf einer Seite anzeigen

3 Kommentare zu "Anlagestrategie: Der Börsen-Schicksalsmonat September"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Handelsblatt Online am Sonntag-Abend

    Folgende Artikel auf der Startseite:
    - Für Deutschland könnte es noch teurer werden
    - Der Euro steuert auf den Eisberg zu
    - Deutsche Politik verliert die Geduld mit Athen
    - Der Börsen-Schicksalsmonat September
    - Welche Chancen der Absturz bietet
    - Italien fürchtet Ende der EZB-Hilfen
    - ...

    Also mehr Panik verbreiten geht ja gar nicht mehr. Wieder einmal weiß das Handelsblatt bescheid. Bei soviel Panik wäre es kein Wunder, wenn es nächste Woche wieder hochgeht. Ich bin ganz froh, dass ich die Hälfte meiner Short-Positionen liquidiert habe und vorerst den Verlauf beobachte.

  • Nee, der geht aber (etwas) anders:

    "Der September ist einer der gefährlichsten Börsenmonate.
    Die anderen gefährlichen Börsenmonate sind" Oktober bis August !

  • Der September ist einer der gefährlichsten Börsenmonate.
    Die anderen gefährlichen Börsenmonate sind November, Febr., Mai, August, Okt., Dez. April, Jan.... (Mark Twain)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%