Anlagestrategie
Der deutsche Markt lockt

Kleine ausländische Verwalter wollen hierzulande mit speziellen Angeboten punkten. Weil Anleger wegen der Finanzkrise nach Sicherheit streben, sind alle Werte interessant, die nicht in Verbindung zu den turbulenten Märkten stehen.

FRANKFURT. Eine Chance für ausländische Asset-Manager und deutsche Investoren: In turbulenten Börsenzeiten suchen Anleger und Vermögensverwalter nach mehr Sicherheit. Beide wollen ihr Geschäft auf ein breiteres Fundament stellen. "Die Verwalter können in ausländischen Absatzmärkten ihren Kundenstamm verbreitern, die Investoren über spezielle Anlageklassen ihr Depotrisiko verringern", sagt Murat Ünal, Vorstand der Strategieberatungsfirma Funds at Work in Frankfurt. Er meint, "dass gerade in diesen unsicheren Finanzmarktzeiten die Investoren stärkeres Interesse an allen Anlageklassen zeigen, die keine Verbindung zu den Kreditkrisenproblemen haben - und da kommen ausländische Spezialisten besser ins Spiel."

Seiner Beobachtung nach wirkt dabei der wachsende Einfluss internationaler Beratungsfirmen für institutionelle Investoren in die gleiche Richtung. "Die bringen für die Managerauswahl auch gleich ihre globalen Datenbanken der Verwalter mit." Berater institutioneller Investoren nehmen derzeit ein stärkeres Interesse ausländischer Verwalter am deutschen Absatzmarkt wahr. Diese Asset-Manager kommen aus den unterschiedlichsten Regionen, aus Europa, aus Osteuropa, aus der Golfregion, aus Asien und sogar aus Afrika.

Thorsten Schrieber erkennt ähnlich wie Ünal Expansionswünsche kleiner ausländischer Manager. "Da tritt die Branche jetzt in eine neue Phase ein, nach den großen Anbietern kommen die kleinen Verwalter aus Peripheriemärkten, offerieren dann teilweise ihre lokale Expertise", sagt der Chef der neu gegründeten Firma Wallberg Kapital AG, die solche Spezialisten logistisch unterstützt. "Mit Coronation Fund Managers aus Südafrika legen wir jetzt beispielsweise einen Afrikafonds in Luxemburg auf, der auch in Deutschland angeboten wird."

Bei einem zweiten Projekt ist Fabien Pictet aus London im Boot. Das Haus ist ein Spezialist im Management von Schwellenländer-Anleihen und will diese Expertise über einen Fonds auch in verschiedenen europäischen Ländern anbieten. Wallberg bereitet außerdem für Symbiotics, einem Genfer Spezialisten für Mikrofinanz, den Weg über die Grenzen und auch nach Deutschland vor.

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