Anlagestrategie
Der einzig lukrative Megatrend

Fonds, die auf Megatrends setzen, brachten den Anlegern in den vergangenen Jahren vor allen eines: Mega-Verluste. Es gibt aber Hoffnung, ein neuer Trend könnte diesmal wirklich funktionieren für Anleger.
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DüsseldorfNicht immer haben gute Geschichten ein Happy End. Diese bittere Weisheit erfuhren Anleger, die in den vergangenen Jahren auf Megatrends setzten. Wer auf Technologie, Solarenergie, alternde Gesellschaft und andere vermeintliche Wachstumstrends setzte, musste teils deutliche Verluste hinnehmen. Eine Analyse des Ratinghauses Morningstar für Handelsblatt Online zeigt, dass 22 von 28 untersuchten Megatrend-Fonds auf Zehnjahressicht zwischen 20 und 70 Prozentpunkte schlechter abschnitten als der Vergleichsindex.

Auch auf mittlere Sicht ist die Bilanz vielfach schwach. So schnitt etwa der Allianz Global EcoTrends, der auf alternative Energien, Recycling und Wasseraufbereitung setzt, in den Jahren 2008 bis 2011 deutlich schlechter als der Vergleichsindex MSCI World ab. Aktuell liegt er knapp zehn Prozentpunkte hinter dem weltweiten Aktienmarkt. Auch der Deka-Megatrends CF, der unter anderem in „Produkthersteller für die jüngere Generation“ investiert scheiterte in drei der vergangenen vier Jahren an der Morningstar-Benchmark. 2012 liegt der Fonds 1,4 Prozent schlechter.

Die Vielzahl an Megatrends, die Fondsmanager und deren Berater weltweit ausgemacht haben, macht es Anlegern nicht leicht, den richtigen zu finden. Doch das Suchen lohnt sich trotzdem: „Nicht alle Megatrends sollten Anleger pauschal verdammen“, sagt Heiko Löschen, Geschäftsführer des unabhängigen Vermögensverwalters Packenius, Mademann & Partner.

Der Finanzfachmann empfiehlt ein Investment in Unternehmen, die von dem weltweiten Um- und Neubau der Stromnetze profitieren. Drei Sektoren des Energiemarktes sind besonders interessant. Da sind zunächst die Unternehmen, die vom Trend zu intelligenten Stromnetzen profitieren, den sogenannten "Smart Grids". Sie sorgen für eine intelligente Stromverwaltung und liefern etwa die Technik für die Überlandleitungen aus Norddeutschland in den Süden, die für die Energiewende gebraucht werden.

Für eine neue Energiewirtschaft werden ebenfalls zwingend Techniken zum Speichern und Sparen von Strom benötigt. Neben Batterieherstellern profitieren auch Hersteller von Spartechniken, wie etwa von LED-Lampen. Zu guter Letzt rücken Unternehmen in den Fokus, die im ökologischen Kraftwerksbau erfolgreich sind. Dazu zählen etwa Hersteller von Wind- und Wasserkraft, Geothermie oder Solarkraft. „Unternehmen aus diesen Bereichen, wie etwa ABB, General Electric oder Hubbel, werden in Zukunft besser als andere Industrieunternehmen abschneiden und sind deswegen auch für Aktionäre interessant“, sagt Löschen.

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Fonds mit Erfolgsvita

Kommentare zu " Anlagestrategie: Der einzig lukrative Megatrend"

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  • Von welcher Jahrtausendwende ist denn jetzt schon wieder die Rede, bis zu der wir 69 Billionen EUR ausgeben sollen? Soweit ich weiß, hatten wir erst kürzlich eine? Ist das HB sicher, dass wir uns in rund 988+1 Jahren noch mit SmartGrids und Solarenergie herumschlagen müssen? Das sind ja magere Zukunftsperspektiven. Aber dank unserer seriösen, hochentwickelten statistischen Methoden sehe ich überhaupt keinen Grund, an einer vermeintlichen Hochrechnung auf 988+1 Jahre zu zweifeln. Über den Zeitraum verliert auch die Summe ihren Schrecken. Und falls doch die Jahrhundertwende gemeint sein sollte, zwei Anmerkungen: Wenn die Klimadaten stimmen, brauchen wir dann kein Umrüsten mehr, weil es bis dorthin zu spät ist. Und wenn dann auch die 69 Billionen EUR auf die kürzere Zeitspanne stärker ins Gewicht fallen sollte, hat die EZB noch genug Zeit, weiter fleißig Geld zu drucken, bis die 69 Billionen voll sind. Nur dass die Papierberge das erste echte Problem dieses Kreislaufs heraufbeschwören könnte: Die Nachhaltigkeit des europäischen Baumbestandes.

  • Der lukrative Megatrend ist selber arbeiten ... ups

  • "Der einzig lukrative Megatrend" ist GOLD und SILBER

    zumindest die letzten 10 Jahre...

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