Anlagestrategie
Der große Sieg des Warren Buffett

Die inzwischen neun Jahre alte Wette läuft noch acht Monate, doch Starinvestor Warren Buffett hat sie praktisch schon gewonnen: Mit einem billigen Massenprodukt hat er ein Hedgefonds-Depot bei der Rendite klar geschlagen.
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Frankfurt„Die Wette ist vorbei. Ich habe verloren.“ Mit diesen beiden dürren Sätzen meldet sich Ted Seides zu Wort. Er ist der Mann, der vor rund neun Jahren eine spektakuläre Wette mit dem legendären Investor und Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway einging: mit Warren Buffett. Diese Wette läuft noch rund acht Monate, doch Seides liegt hoffnungslos hinten.

Im Finanzkrisenjahr 2008 hatte Milliardär Buffett öffentlich eine halbe Million Dollar gewettet, dass kein Finanzprofi ein Depot mit mindestens fünf Hedgefonds bilden könnte, das auf längere Zeit höhere Erträge abliefert als ein Produkt auf den Aktienindex S&P 500. Nur einer nahm die Herausforderung an. Das war Ted Seides, Manager bei der Anlagefirma Protégé Partners.

Es wurde eine Laufzeit von zehn Jahren vereinbart. Buffett wählte einen sehr preisgünstigen S&P-500-Indexfonds. Seides suchte fünf Hedgefonds aus, die ihrerseits in einzelne Hedgefonds-Strategien investieren. Der Vergleichskampf wurde über die Jahre immer mehr zu einem ungleichen Wettbewerb. Inzwischen kommt der S&P 500 auf eine durchschnittliche jährliche Performance von 7,1 Prozent, das Hedgefonds-Depot nur auf 2,2 Prozent.

Zwischen den beiden Ergebnissen liegen Welten. Das wird erst klar beim Vergleich von Dollarbeträgen. Wer damals eine Million Dollar in die Hedgefonds investiert hätte, würde heute einen Gewinn von 220.000 Dollar bilanzieren. Der S&P500-Anleger dagegen würde 854.000 Dollar einstreichen können.

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Hohe Gebühren entscheiden Wette

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