Anlagestrategie Die verlässlichsten Dividendenaktien

Es braucht kein aufregendes Geschäftsmodell: Viel wichtiger für Anleger ist Verlässlichkeit – und zwar in Form von stabilen Dividenden. Wir zeigen Aktien aus Deutschland, Europa und den USA, mit denen Sie rechnen können.
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Wie ein Uhrwerk: Mit verlässlichen Dividendenzahlern erzielen Anleger im Laufe der Zeit gute Erträge. Quelle: Getty Images

Wie ein Uhrwerk: Mit verlässlichen Dividendenzahlern erzielen Anleger im Laufe der Zeit gute Erträge.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfDer römische Philosoph Seneca hat einmal gesagt: „Die Beständigkeit ist ein Kennzeichen eines weisen Mannes“. Seneca war ganz sicher ein weiser Mann, noch dazu sehr wohlhabend. Deshalb sei es an dieser Stelle erlaubt, seinen Sinnspruch auf die profane Welt des Geldes zu übertragen.

Der weise Anleger setzt ebenfalls auf Beständigkeit. Viel wichtiger als schnelle Gewinne sind ihm stabile Erträge. Und die lassen sich hervorragend und über Jahre hinweg mit Dividenden erzielen, gerade in unsicheren Börsenzeiten.

Wie immer im Frühjahr schütten die Unternehmen bald die Dividende für das vergangene Jahr aus. In diesem Jahr dürften die Firmen aus Dax, MDax und TecDax nach Schätzungen der DZ Bank rund 33,6 Milliarden Euro auszahlen – rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr und annähernd so viel wie im Rekordjahr 2008 (33,9 Milliarden Euro). Davon entfällt ein großer Teil auf fünf Unternehmen: Siemens, BASF, Allianz, Daimler und Deutsche Telekom zahlen zusammen rund zwölf Milliarden Euro aus.

Unternehmen, die im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht haben, können die Dividende erhöhen, andere wiederum müssen kürzen. Die höchste absolute Steigerung erwarten die Experten der DZ Bank bei der Allianz (+340 Millionen Euro), Volkswagen (+230 Millionen Euro) und Bayer (+165 Millionen Euro). Prozentual dürften sich die Deutsche Lufthansa und Heidelberg-Cement am meisten steigern.

Eine geringere Dividende teilen müssen sich die Anteilseigner bei Eon (-900 Millionen Euro), Deutsche Telekom (-890 Millionen Euro), RWE (-600 Millionen Euro) und K+S (-125 Millionen Euro). Thyssen-Krupp und die Commerzbank werden weiterhin keine Dividende ausschütten.

Die Dividendenrendite – also Dividende pro Aktie geteilt durch Aktienkurs – liegt für den Dax im Schnitt bei 2,9 Prozent, für den EuroStoxx 50 bei 3,7 Prozent. Das entspricht in etwa dem historischen Durchschnitt, aber immer noch sehr ordentlich verglichen mit den Renditen von festverzinslichen Papieren. Die Dividendenrendite vieler Aktien fällt aktuell höher aus, als das, was sich mit Anleihen derselben Unternehmen erzielen lässt. Sollten die Zinsen noch längere Zeit niedrig bleiben, wird sich daran so schnell nichts ändern.

Allerdings kommt es weniger auf die Höhe der Dividende an - die besten Dividendenaktien haben ganz andere Qualitäten.

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8 Kommentare zu "Anlagestrategie: Die verlässlichsten Dividendenaktien"

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  • @Maximilian

    Tatsache ist dass ich das Papier zum Marktwert beziehen muss. In diesem Fall sind € 50,-- dann doch nur ein paar hundertstel Promille von Ihrer "unrunden" Summe (Dezimalpunkt steht an seltsamer Stelle???). Dass der Ausgabepreis bei € 500 lag ist völlig belanglos. (Es sei denn ich hätte den Schein nie erworben und ihn zufällig am Dachboden meiner Großmutter gefunden). Was zählt ist eingesetztes Kapital zu Ertrag.-- Sonst nichts. Und diese Rendite ist erbärmlich. --- Ersuche um Erklärung, sollte ich falsch liegen.

  • Ein Zockerpapier mit einem Nennwert von 500, aber einem Marktwert von 500.0000 Euro erwirtschaftet mit 50 Euro Dividende 10% Kapitalrendite!

  • @L-e-h-r-tasche

    Schreiben Sie nicht so kryptisch sondern sagen Sie wo der Fehler liegt. Die Dividendenrendite bezieht sich laut Artikel aufs eingesetzte (Aktien) kapital. Was ändert sich dadurch? 2,4 Prozent bleiben 2,4 Prozent.

  • Guten Morgen Herr Hackhausen,

    Lucius Annaeus Seneca sagte auch:

    IRREN IST MENSCHLICH.

    Und beim Lesen der Kommentare trifft das zweite Zitat Senecas noch vielmehr zu:

    NIEMAND IRRT FÜR SICH ALLEIN, SONDERNER
    IST AUCH URSACHE UND URHEBER FREMDEN IRRTUMS.

    Und jetzt lesen Sie bitte in Ihrem Artikel noch einmal die eigene Definition von Dividendenrendite.

    Und, glauben Sie mir, als Parteimitglied der
    ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND bin ich nicht minder interessiert an stabilen Kursen und einem zumutbaren
    Risiko zu erfreulichen Dividenden.

  • Jaja, unsere Angeber.

  • Dividende? 2% mache ich in maximal einer Stunde mit Knock-Out-Zertifikaten.

  • Das Problem ist, dass hierbei übersehen wird, dass alle großen Unternehmen heutzutage nur noch über Anleihen funktionieren. Sobald diese nicht mehr bedient werden, kippen sie einfach um. U.a. wurden zuletzt vom Großkapital (auch der KfW) weder die Solarenergie, noch die Windenergie mehr unterstützt. Welche Industrie wird die Nächste sein?

  • Tolle Durchschnittswerte (über die letzten 10 Jahre) - doch dann leider, leider durch die Bank mickrige Erwartungen für 2014. -- Was hilft mir die Vergangenheit? 2,4 % Dividende bei 5 % Realinflation? Und auch noch abzüglich Steuer? Vergiss es! Dafür riskiere ich kein Geld. Lieber GOLD.

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