Anlagestrategie

Frauen beflügeln den Aktienkurs

Laut einer Studie entwickeln sich Aktien von Unternehmen mit Frauen in der Führung besser als männerdominierte Konzerne. Denn diese Firmen sind weniger verschuldet. Doch eine zu rasche Erhöhung der Frauenquote schadet.
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Immer mehr Anleger entdecken den Mehrwert weiblich geführter Aktiengesellschaften. Quelle: dapd

Immer mehr Anleger entdecken den Mehrwert weiblich geführter Aktiengesellschaften.

(Foto: dapd)

FrankfurtEs ist im Moment in der Politik eine der am meisten diskutierten Fragen: Braucht Deutschlands Wirtschaft eine Frauenquote bei Führungskräften oder nicht? Unerbittlich stehen sich die Befürworter und die Gegner derzeit im Bundestag gegenüber. Siegen die Befürworter, dann könnten die Aufsichtsräte deutscher Großunternehmen schon bald zu 20 Prozent aus Frauen bestehen, später dann sogar zu 40 Prozent.

Die Frage, die Anleger viel mehr interessiert, lautet hingegen: Machen weibliche Führungskräfte für Unternehmen und speziell für den Aktienkurs einen Unterschied? Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat eine aufsehenerregende Studie dazu veröffentlicht. Die Kernaussage: Für Anleger lohnt es mehr, in Unternehmen mit mindestens einer Frau in der Führung zu investieren als in rein von Männern dominierte Firmen. Die Kursentwicklung von insgesamt 2 360 Unternehmen haben die Experten dabei in den vergangenen sechs Jahren betrachtet. "Wir haben viele Unternehmen mit einer oder mehreren Frauen in Vorstand oder Aufsichtsrat gefunden, die eine höhere Eigenkapitalrendite, eine geringere Verschuldung und ein besseres durchschnittliches Wachstum liefern", sagt Vorstandschef Brady Dougan.

Eine Erklärung dafür, warum dies so ist, ist nicht einfach. Seit Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit den unterschiedlichen Charaktermerkmalen von Mann und Frau, mit deren Führungsqualitäten und Problemlösungen. Besonders seit dem Gipfel der Finanzkrise Ende 2008 scheint sich hier auch in der Unternehmens- und Kursentwicklung etwas zugunsten der mit weiblicher Beteiligung geführten Unternehmen getan zu haben. Deren Aktienkurse stiegen einfach schneller und höher als die der rein männlich dominierten Konzerne (siehe Grafik unten). Und das weltweit über alle Kontinente.

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7 Kommentare zu "Anlagestrategie: Frauen beflügeln den Aktienkurs"

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  • Zusammen sind Männer und Frauen ein gutes Team. Sie ergänzen sich!

    Die Kombination funktioniert hervorragend, wenn negativer Ego und Machtgehabe "vor der Tür" bleiben.
    Übrigens von beiden Seiten!

    Nicht ein Gegeneinnander, sondern ein Miteinnander führt zum Erfolg!

    Zusammen ist man stark....das gilt übrigens auch für unsere "deutsche Mentalität, die eher gegeneinander arbeitet, statt miteinander arbeitet.

  • Offensichtlich beschränkt sich die Studie auf die letzten paar Jahre - da war natürlich Risikoaversion gut.

    Meistens ist genau das aber nicht der Fall.

    Und natürlich word der Einfluß von Frauen untersucht, aber nicht der von Quotenfrauen.

    Daß es Dinge gibt, bei denen Frauen besser sind, wird nicht bestritten.

    Unsinn ist es aber, anzunehmen daß diese Dinge in allen Firmen und Branchen gleichermaßen Relevanz haben.

    Und kriminell und widerlich ist, Menschen aufgrund ihres Geschlechts in Positionen zu sortieren.

    Das sollet man Saudis und Norwegern überlassen, die dank ihrer Ölvorkommen Effizienz einfach nicht nötig haben und sich jede beliebige religiös/ideologisch motivierte Spinnerei leisten können.

  • und führt ne Bank eine solche Studie durch? Weil sie eine Möglichkeit sieht, damit Geld zu verdienen ; ganz sicher nicht weil sie die Wissenschaften voranbringen möchten.

    Diese Quotennummer ist ein neues Geschäftsmodell. Grade auch die grossen Beratergesellschaften (McKinsey etc) hängen sich in dieses Business, weil es neue Geldquellen sprudeln läßt.

    Mein Tip: wer mit Aktien Geld verdienen will, sollte solchen Ratgebern aus dem Weg gehen.

  • Die richtige Frau an der richtigen Positon sicherlich; es gibt aber einfach auch viele Stellen für Führungskräfte (z. B. im technischen Bereich), die nicht durch Frauen in ausreichender Zahl besetzt werden können. Außerdem ist es nun mal so, dass in der Regel Frauen noch die Kinder kriegen und Sie dann einfach nicht verfügbar - bzw. den Anschluss im Berufslbeben aufgrund einer natürlichen Interessenverschiebung verlieren; mehr Frauen nach vorne generell begrüßenswert - aber bitte nicht mit Quote oder mit Miniquote. Falls 40 % Qutoe dann aber auch bei Müllfrau, Kanalarbeiterin, Stahlgieserin, Bergfrau....

  • Der Schluss aus der Studie ist ungefähr so wahr wie der folgende:
    Ferrari fahrer sind reich. Darum muss man nur einen Ferarri kaufen um reich zu werden.

  • Frauen sind eher links (und wählen eher links) als Männer, und diese ganze Verschuldungsorgien haben wir den inzw. falls ausschl. links orientierten Parteien zu verdanken (und Frau Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, SPD, ist ganze vorne an der Spitze, wenn es um Verschuldungen geht).

    Und dass Frauen ausgerechnet im "Konsumgüter"bereich traditionell stark vertreten sind, ist keine Überraschung und spricht Bände, konsumieren statt produzieren.

  • Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich sagen, dass GERADE berufstätige Frauen und weibliche Vorgesetzte mit ihrem Perfektionswahn und Micromanagement ihr Arbeitsumfeld (Kollegen/Innen und Mitarbeiter/Innen) in die Depression treiben. Das soll Aktienkurse beflügeln??? Die Berliner Wirtschaftssenatorin stieß über die Köpfe ihres Teams eigene Pläne durch und stürzte damit von ihem Posten: soll Aktienkurse beflügeln???
    Hinzu kommen permanente Machtkämpfe, Intrigen, Hysterie, Zickenalarm, Neid, Missgunst und eine ausgeprägte Stutenbissigkeit, angetrieben von Komplexen und Selbstmitleid. Gerade Frauen tun sich nach meiner Wahrnehmung deutlich schwerer, die Leistung/Performance ihrer Mitarbeiter/Innen bzw. Kollegen/Innen anzuerkennen.
    Sie verrennen sich in Panik, also noch mehr als Angst und werden dadurch asoziale Krähen im Team!

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