Anlagestrategie
So finden Sie die Super-Aktie

Wer Aktien kauft, braucht gute Nerven und Geduld. Gerade in Krisenzeiten. Doch ganz ohne geht es auch nicht. Worauf Anleger bei der Aktienauswahl achten sollten - und welche Unternehmen derzeit attraktiv bewertet sind.
  • 11

DüsseldorfDie Lage an den Finanzmärkten ist unübersichtlich. Die Anzeigetafel an der Frankfurter Wertpapierbörse zeigt einen Dax-Stand nahe der 7000-Punkte-Marke. Das ist nicht wenig, werden sich viele Anleger denken, schließlich tobt draußen, vor der Börsentüre, noch immer die Euro-Krise.

Es wird Jahre dauern, ehe das Schuldenproblem der Euro-Staaten gelöst ist, wenn nicht sogar länger. Was das für die Aktienmärkte bedeutet – in den nächsten Wochen, aber auch langfristig -, mag niemand so recht vorherzusagen.  Das Gefühl jedenfalls sagt: die Kurse sind zuletzt zu weit nach vorn geprescht.

Und doch gibt’s da noch diesen zweiten Gedanken. Und zwar den, dass man eigentlich gar keine andere Wahl hat, zumindest einen Teil seines Geldes in Aktien zu stecken. Weil das Zinsniveau auf Jahre niedrig bleiben wird und Anleihen, Sparbücher oder Festgeld kaum Rendite abwerfen.

Schlimmer noch: die mickerigen Zinserträge könnten sogar von den höheren Inflationsraten aufgefressen werden. Die Gefahr, dass die Teuerungsraten in den kommenden Jahren deutlich steigen werden – sie  ist jedenfalls gestiegen, nachdem die großen Notenbanken die Geldmenge ins schier Unendliche ausgeweitet haben. Aktien, als Unternehmensanteile gewissermaßen Sachwerte, sind  dagegen kein schlechter Inflationsschutz. Dieses Gefühl  wiederum sagt uns: Ganz ohne Aktien geht es dann doch nicht.

Maßvoll also, nicht aufs Ganze gehen, so in etwa könnte die Aktienstrategie dieser Zeit aussehen. Ganz wichtig dabei ist die Aktienauswahl. Das gilt eigentlich immer und klingt irgendwie zutiefst banal. In Zeiten wie diesen stimmt es aber umso mehr. Investoren unterscheiden sehr genau zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Konzernen. Bei früheren Rallys, der im Frühjahr 2009 etwa, stiegen alle Aktien, auch die, die eigentlich nix taugten. „Die Flut hebt alle Boote“, heißt eine alte Börsenweisheit, auch die mit Löchern im Rumpf. Diesmal stimmt das nicht. Die ollen Kähne saufen diesmal ab.

Kommentare zu " Anlagestrategie: So finden Sie die Super-Aktie"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Frage an den Bund der Steuerzahler

    Bei der genauen Betrachtung Ihrer Website ist mir Folgendes aufgefallen.
    Sie beschäftigen sich mit allen Steuerbelangen die man sich nur vorstellen kann.
    Eigentlich fehlt nur ein einziger Betrachtungspunkt:

    Warum müssen wir eigentlich Steuern zahlen?

    Mit dieser Frage will ich Ihr Augenmerk auf die Geldschöpfung lenken, welche in allen Belangen des Finanzwesens, vor allem beim Studium der Wirtschafts(wissenschaften) völlig ausgeblendet wird.

    Will man uns damit verheimlichen, dass die Geldschöpfung durch Privatbanken der eigentliche Grund für die Steuern ist?
    Würde nämlich der Staat, alles Geld dass er braucht, um Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen, Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde nämlich der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen (Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er doch keine Kredite aufnehmen, keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen?

    Wir könnten all unsere Arbeitsleistung, unsere Fähigkeiten, unsere Fertigkeiten, all unser Wissen und unsere Kraft in die Bewältigung der Probleme zu stecken, die wir durch das derzeitige Schuldzinsgeldsystem erst bekommen haben. Wir könnten wirkliche Bildung finanzieren, alle Mütter oder Väter könnten zu Hause bei Ihren Kindern bleiben. Wir könnten eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

    Warum machen wir das nicht einfach? Warum lassen wir es zu, dass die Banken auf unsere Kosten leben und somit unsere Gesellschaft langsam in den Untergang treibt, wie man aktuell an Griechenland erkennen kann?
    WARUM WIRD UNS DIE TATSACHE ÜBER DIE GELDSCHÖPFUNG VORENTHALTEN?
    WARUM WERDEN WIR VON ALLEN SO DREIST BELOGEN UND BETROGEN?
    Haben Sie sich das schon einmal gefragt?
    Warum ist dies kein Thema für den Bund der Steuerzahler?
    Wem dient der Bund der Steuerzahler? Dem Systemerhalt des Schuldzinsgeldes?

  • Wie erklärt Herr Otte seine Aktienempfehlung im Angesicht der Tatsache, daß sowohl TDC als auch Tele2 weit mehr Dividende ausschütten als sie Gewinn machen?
    Daß Iberdrola seit 2009 ständig sinkende Gewinne verzeichnet und fast den ganzen Gewinn als Dividende ausschüttet? Wie soll da Nachhaltigkeit entstehen können?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%