Anlagestrategie
Was Banken ihren Top-Kunden empfehlen

Aktien-Empfehlungslisten von Banken sind für die großen und gut betuchten Kunden gemacht. Kleinanleger bekommen sie dagegen in der Regel nicht zu Gesicht. Es wird Zeit, daran etwas zu ändern: Welche Aktien die Banken den Profis empfehlen.
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FRANKFURT. Die Schuldenkrise hat Europa fest im Griff. Gleichzeitig wächst die Furcht vor einem erneuten Einbruch der Konjunktur, von jahrelang niedrigem Wachstum und Deflation ist die Rede. Eigentlich keine gute Zeit für Anleger. Also Finger weg von Aktien?

Nicht unbedingt, meinen Mislav Matejka und Emmanuel Cau von JP Cazenove. Das Umfeld für Aktien sei dank niedriger Zinsen und steigender Unternehmensgewinne nach wie vor attraktiv, schreiben die beiden in einer aktuellen Studie. Wie immer kommt es auf die Auswahl an.

Welche Aktien im Moment die richtigen sein könnten, zeigt ein Blick auf die "Conviction Buy List" von Goldman Sachs, die "Key Calls" der UBS oder die "Top Picks" von JP Cazenove. Solche Kauflisten richten sich nur an Profis. Kleinanleger bekommen sie für gewöhnlich nicht zu Gesicht. Ein Grund, einige der geheimnisvollen Listen vorzustellen.

Aktuell stehen besonders viele Rohstoff-, Konsum- und Finanzaktien auf den Kauflisten der Banken; allesamt Branchen, die schwer unter der Krise der vergangenen zwei Jahre gelitten haben und vom Aufschwung profitieren. Verschmäht werden dagegen die klassischen defensiven Branchen wie Versorger oder Telekom, denen man oft nachsagt, sie seien in Krisenzeiten besser aufgestellt.

Unternehmen aus den hochverschuldeten Staaten in Südeuropa werden so gut wie nicht aufgelistet. Stattdessen sind viele Firmen aus Großbritannien, Frankreich und mit Abstrichen auch aus Deutschland vertreten. Und unter diesen sind viele Unternehmen, die einen großen Teil ihres Umsatzes in den aufstrebenden Schwellenländern erzielen.

Aktien mit "höchstem Potenzial"

Exane BNP Paribas hat gerade erst den Luxusgüterkonzern Richemont auf die Liste aufgenommen. Richemont biete eine exzellente Möglichkeit, um das Thema Schwellenländer zu spielen, schreiben die Analysten. Davon könne man nie genug bekommen. Neben Richemont haben die Experten mit LVMH einen weiteren Luxusgüter-Hersteller auf dem Zettel.

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