Anlagestrategie
„Wenn der Banker etwas empfiehlt, werde skeptisch!“

EZB-Chef Draghi wird an der Niedrigzinspolitik festhalten. Konservative Vermögende müssen umdenken. Professor Martin Weber erklärt, wie Anleger Risiken einschätzen, ihr Vermögen aufteilen und den Banker in Schach halten.
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Herr Professor Weber, das anhaltende Zinstief verunsichert konservativer Anleger. Sichere Zinspapiere gleichen nicht mehr die Inflation aus. Experten raten zum Aktienkauf, doch viele Anleger scheuen das Risiko. Sollten sie ihr Risikoprofil überprüfen?
Mit welchem Teil ihres Vermögens Investoren ins Risiko gehen könnten, sollten sie sich nicht nur aus aktuellem Grund fragen – auch wenn sich die Frage vielleicht jetzt angesichts der Marktsituation stellt. Zudem wird in der Finanzwirtschaft davon ausgegangen, dass alle Investoren risikoavers sind. Das bedeutet vor allem, dass sie für eingegangene Risiken eine entsprechende Risikoprämie erwarten.

Früher gab es noch einen sicheren Zins, zehnjährige Bundesanleihen brachten mehr als vier Prozent Rendite. Manche Investoren tun sich daher schwer, Risiken und Chancen einer Anlage richtig einzuschätzen. Wie können sie feststellen, ob ein Investment für sie taugt?
Bei Fonds wurde zum Beispiel das sogenannte Key Investors Document eingeführt. Hier finden Anleger eine Angabe zur Risikoklasse, in der sich der Fonds bewegt. Bei diesen Angaben werden die Kursschwankungen bei entsprechend vorhandener Erfolgsbilanz fünf Jahre seriös berücksichtigt. Das haben wir stichprobenartig überprüft.

Vielen fällt es aber schwer, sich selbst in Risikoklassen einzugruppieren. Bank- und Finanzberater verwenden daher oft Fragebögen, die Ihnen dabei helfen sollen …
… aber sie nützen nicht viel. Die Fragen sind meist viel zu platt. Aus Sicht der Wissenschaft macht man es sich hier zu einfach. Am besten ist es, wenn Anleger auf einer Skala von beispielsweise eins bis sieben ihr Risiko selbst einschätzen sollen. „Eins“ steht dabei für Investments ohne Risiko wie etwa das Sparbuch. „Sieben“ könnte für ein schlecht diversifiziertes, spekulatives Depot stehen, das beispielsweise nur aus einer oder zwei Aktien besteht.

Und wenn ich mich hier intuitiv etwa bei Klasse vier eingruppieren würde?
Dann setzen Sie beispielsweise zu 60 Prozent auf ein breit gestreutes weltweites Aktiendepot. Der Rest fließt in Bargeld oder andere sichere Investments. Damit man sich dabei nicht nur von aktuellen Performancevergleichen blenden lässt, haben wir eine Simulation entwickelt, die die historische Wertentwicklung über sehr viele Zeiträume und für verschiedene Mischungen zeigt. Jeder kann dieses Tool im Internet nutzen.

Kommentare zu " Anlagestrategie: „Wenn der Banker etwas empfiehlt, werde skeptisch!“"

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  • Doch ganz einfach mit so einer Beratung:

    Selbst in die Rolle Goldbug schlüpfen und die nächsten Jahre ruhig bei einem Pastis am Strand Wellenkunde betreiben. Ab und zu im HB blöde Kommentare verewigen, um verarmte , gehörnte Schlaumeier zu bemitleiden.

  • Die "Goldman-Sachs" Spielfigur Draghi wird die Mittel-schichtin Deutschland indirekt enteignen, wenn die Machen-
    schaften der EZB, die besonders gegen Deutschland, Österreich und die Niederlande gerichtet nicht gebremst
    werden. "Unser" Direktoriumsmitglied Asmussen war früher
    auch Berater von den "Goldmännern".
    Die EZB-Politiker werden besonders die Kleinsparer schröpfen.
    Leider verteilen Schäuble und Steinbrück nur Beruhigungs-
    pillen an die Bevölkerung, die eigentlich nur platte
    Durchhalteparolen sind.
    Wir brauchen vielleicht eine neue EZB, aber im Nordeuro,
    und nicht im "Imperium Latin".

  • Mantra: Die Deutschen Mittelstandsnachrichten berichten
    heute gerade, dass selbst ein bekannter Oberpriester der katholischen Kirche den sich verringernden Einfluss
    der Nationalstaaten, besonders Deutschlands in Europa
    begrüßt. Die EU- Einheitswährungspolitik wird dabei von dem Mann uneingeschränkt alternativlos besonders für uns einfache Menschen in Deutschland und Europa gehalten. Nun wissen wir es auch von der Seite der Gottesvertreter auf Erden. Interessant für einen wie mich der seit der Taufe der ev. luth. Kirche angehört und zahlt was auch so bleibt. Man hofft dabei auf die neuen Ansichten des
    Vertreter Gottes auf Erden in Rom u. a. zu den Ansichten seinen Fürsten-, Fürstentum Verwaltern in Deutschland und Europa.

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