Anlagetrends
Mit blauem Gold spekulieren

Eine Börse wie für Öl gibt es für Wasser nicht. Dennoch haben Spekulanten einen Weg gefunden, um in den Rohstoff zu investieren.

HB GENF. Sie kaufen Aktien von Unternehmen, die etwas mit Wasser zu tun haben. Von deren Aufwendungen gegen Wassermangel erwarten sie einen Profit. Zudem können Investoren Wasserindizes des Aktienmarkts nachbilden, wie Dow Jones U.S. Water Index, International Securities Exchange ISE-B&S Water Index oder den Palisades Water Index.

Philippe Rohner verwaltet für die schweizerische Bank Pictet einen 1,7 Milliarden Euro schweren Fond für Wasserkapital. Während des jüngsten Rohstoff-Booms sei Wasser „weitgehend übersehen“ worden, sagt Rohner, trotz deutlicher Warnungen vor Engpässen, die größere Investitionen nötig machen würden. „Das ist eine Industrie, die Kapital braucht, und bei der die Erträge recht attraktiv für Kapitalinvestoren sein können.“

Im Gegensatz zu global gehandelten Rohstoffen wie Öl, Gold oder Weizen, gilt Wasser gemeinhin als öffentliches Gut. Der Wasserpreis wird normalerweise von den lokalen Behörden festgelegt. „Wasser wird nicht wie Öl behandelt, weil es normalerweise nicht über lange Strecken transportiert wird“, sagt Wolfgang Grabs von der zur UN gehörenden Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

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